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Kampfmittelräumdienst wieder in der Hertie-Grube

Suche nach Blindgängern

Gronau

Die Hertie-Baugrube haben Experten vom Kampfmittelräumdienst schon mehrfach unter die Lupe genommen. Jetzt kommen sie wieder. Werden sie fündig, könnten Anfang September Entschärfungsmaßnahmen nötig werden.

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Die Hertie-Grube aus der Vogelperspektive. Bevor hier neue Gebäude entstehen können, muss das Areal vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg erneut untersucht werden. Foto: Stadt Gronau

Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg war jüngst wieder in Gronau, um gemeinsam mit der Polizei, der Feuerwehr und dem Ordnungsamt das weitere Vorgehen zur Untersuchung möglicher Bomben-Blindgänger auf dem Hertie-Areal abzustimmen.

Wie bereits berichtet, liegt das Hertie-Areal in einem Bombenabwurfgebiet. Alle – wie es im Behördendeutsch heißt – „ erdeingreifenden“ Baumaßnahmen werden daher im Rahmen einer Luftbildauswertung durch den Kampfmittelräumdienst überprüft.

Das Ergebnis der Luftbildauswertung ergab damals, dass der Bereich näher untersucht werden muss. Im November 2018 wurden erste Sondierungen der Fläche vorgenommen. Weitere Untersuchungen folgten. Nach mehreren Sondierungsbohrungen konnten fünf Verdachtspunkte für Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg festgestellt werden, die nach den Sommerferien freigelegt und untersucht werden müssen. Erst dann entscheidet sich das weitere Vorgehen.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssten die Blindgänger kurzfristig entschärft werden. Für diesen Fall wäre die Evakuierung der Anwohnerinnen und Anwohner erforderlich, wobei der Radius der Evakuierung von der Größe der Blindgänger abhängig ist.

Als möglichen Termin für eine Räumung haben sich die Verantwortlichen auf den 4. September (Samstag) geeinigt.

Erfahrungen aus anderen Städten haben gezeigt, dass sich Verdachtspunkte als einfache metallische Gegenstände herausstellen können. Falls ein Blindgänger festgestellt wird, so ist dieser vor Ort zu entschärfen, kontrolliert zu sprengen oder abzutransportieren, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Alle beteiligten Behörden stehen in einem engen Austausch. Eine Information der betroffenen Bürgerinnen und Bürger würde unter anderem über die Feuerwehr und das Ordnungsamt sowie die Warn-App Nina und die städtische Homepage erfolgen.

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