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Bürgermeister zu Gast beim Heimatverein Epe

Themen von Schulen bis Bahnhof

Epe

Der Bürgermeister war gut vorbereitet: Karteikarte für Karteikarte arbeitete Rainer Doetkotte beim Besuch im Heimatverein Epe ab: Alle relevanten Themen kamen wenigstens kurz zur Sprache: ob Bülten, Energievorsorge, Flüchtlinge, Kita- Plätze, Regen- und Schmutzwassersystem, Baugebiete und Schulen. In der Kürze der Zeit konnten zwar nicht alle Themen umfänglich behandelt und diskutiert werden; einzelne Themen fanden besonderes Interesse.

Wilhelm Kemper überreichte einen Blumenstrauß an Bürgermeister Rainer Doetkotte. Foto: Heimatverein Epe

Da Gronau – anders als viele andere Städte - eine wachsende Stadt sei, sei es nur natürlich, dass vor allem der Kita- und Schulbereich fortwährende Investitionen erforderlich mache. Zwar wurde gerade der Neubau der Astrid- Lindgren-Kindertagesstätte eingeweiht, doch reichten die Kapazitäten sowohl in Epe wie auch in Gronau keineswegs aus. Hier gelte es zu erneuern, zu erweitern und ganz neu zu bauen. Da der Gesetzgeber die ganztägige Betreuung in den Grundschulen immer mehr verpflichtend mache, komme man an Investitionen in den Grundschulen nicht vorbei. Da „alles mit allem zusammenhängt“ (so Doetkotte) komme man bei einer wachsenden Stadt auch an Um-, Erweiterungs- und Neubauten von Schulen nicht umhin. Was die Grundschulen betrifft: Die Hermann-Löns-Schule stehe keineswegs zur Disposition wie ehedem befürchtet: Auch dieser Schulraum werde gebraucht.

Bürgermeister Rainer Doetkotte

„Zum ersten Mal gibt es jetzt auch eine Schule in Epe, die zum Abitur führt“, ergänzte der Bürgermeister. Bald wird das neue Erweiterungsgebäude der Gesamtschule Epe an der Gasstraße (ehemals Hauptschule Epe) eingeweiht. „Der Stadtteil Epe verfügt damit auch über ein komplettes Schulsystem, das es auch zu frequentieren gelte.“ Eine Besucherin meldete sich daraufhin zu Wort und begründete den Besuch der Kinder an der Realschule in Gronau: Sie sei froh, dass es weiterführende Schulen gebe, die nicht als Ganztagsschule geführt werden. Schließlich gebe es viele Eltern, die Wert darauf legten, dass ihre Kinder am Nachmittag nicht auch noch an der Schule, sondern zu Hause sein könnten.

Diskussionen in Epe löst immer wieder die Verkehrssituation im Kern des Stadtteils aus. Das Rattern der Lkw und der großen Traktoren durch die Gronauer Straße verstehen die Anlieger nicht mehr. Das Problem sei seit Jahren bekannt – grundsätzlich habe sich nichts verbessert. Letztlich helfe nur die geplante Umgehungsstraße, die nach Meinung des Bürgermeisters auch kommen müsse. Alles dauere schließlich etwas länger, das seien alles „dicke Bretter“ – genauso wie die Sanierung des schon so oft bemängelten Bahnhofs in Epe. „Wer es mit der Bahn zu tun habe, wisse, dass alles noch längere Zeit in Anspruch nehme“. Bei der Bahn, schlug Doetkotte vor, wäre es sicher hilfreich, wenn dort unkonventionell Anträge gestellt würden. Ein Abriss des total maroden Gebäudes auf dem Gelände der Bahn habe eventuell eine „Nichtförderung“ des gesamten Areals zur Folge. Aussicht auf Verbesserung der Situation auf dem Bahnhof werde es wohl erst ab 2026 (!) geben.

Es ging auch um die Pläne des Synagogenvereins, um die Entflechtung der Abwasserkanäle, um weitere Baugebiete (Vor der Steenkuhle soll jetzt doch kommen!), um den Verkehr an der Bernhardstraße und an der Dorotheenstraße, um den Radverkehr, um den Sport und um weitere Anliegen.

Am Ende des dichten zweistündigen Gesprächs bedankte sich der Vorsitzende des Heimatvereins Epe, Wilhelm Kemper, für die rege Teilnahme und die Sachlichkeit der Diskussion. Es wäre zu wünschen, wenn noch mehr Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit nutzen würden, um mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen. Er überreichte ihm als Dank einen Blumenstrauß. Doetkotte seinerseits dankte für die Einladung des Heimatvereins, der er jedes Mal gerne folge. Es sei sein Anliegen, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Beim Heimatverein gelinge das immer wieder.

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