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Schulhund an der Euregio-Gesamtschule

Tierisch guter Unterricht

Epe

Nicht nur für Gesamtschüler in Epe endeten am Montag die Ferien, sondern auch für Schulhund Nero. Er bringt schon seit einigen Monaten Freude, Abwechslung, Empathie, Ruhe und Konzentration in den Unterricht. Genau das war auch die Intention bei der Überlegung, einen Schulhund anzuschaffen.

Schon als Nero selber noch in der Ausbildung zum Schulhund war, eroberte er die Herzen der Kinder im Sturm. Foto: Euregio-Gesamtschule EpeEuregio-Gesamtschule Epe

Die Idee dazu hatte Anna Lütke Scharmann, die mit ihrem Vorschlag bei Schulleiterin Dagmar Dengler direkt auf Begeisterung stieß.

Zunächst begleitete der junge Berner Sennenhund die Pädagogin testweise im Schulalltag. So konnten sich Nero und die Schülerinnen und Schüler sowie alle an der Schule Beschäftigten gegenseitig „beschnuppern“ und kennenlernen. Nero eroberte die Herzen der Kinder im Sturm. Es wurde schnell deutlich, dass er sich aufgrund seines ruhigen und ausgeglichenen Wesens sehr gut als Schulhund eignen würde, heißt es in einem Bericht der Schule. Einstimmig beschloss das Kollegium der Euregio-Gesamtschule daraufhin den Einsatz des Schulhunds.

Schulhund begleitet Lehrkräfte an ihrem Arbeitsplatz

Aber was genau macht ein Schulhund? Er begleitet die Lehrkräfte an ihrem Arbeitsplatz. Sein Aufgaben- und Wirkungsbereich ist dabei vielfältig. Pädagogisch richtig eingesetzt, stellt er eine motivierende Bereicherung für den Unterricht dar und fördert die allgemeine Schulzufriedenheit. Er trägt – wissenschaftlich belegt – zur Verbesserung des Klassen­klimas sowie der Lernatmosphäre bei. Verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler sind beispielsweise weniger laut und sozial verträglicher. Ruhigere Kinder erlangen durch den Umgang mit Schulhunden mehr Selbstbewusstsein und steigern ihr Selbstwertgefühl. Insgesamt werden die sozialen und emotionalen Kompetenzen der Kinder verbessert.

Ein Hund hat keine Vorurteile, ist ein optimaler Zuhörer und trainiert die nonverbale Kommunikation. Außerdem ermöglicht er die Befriedigung vielfacher menschlicher Grundbedürfnisse und hat dadurch eine große Bedeutung für die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit eines Menschen. „Ein Schulhund hat demnach das Potenzial, gute Voraussetzungen und ein förderliches Umfeld für kognitives und soziales Lernen zu schaffen“ (Beetz, 2021).

Förderverein übernahm Finanzierung der Ausbildung

Im Oktober 2021 absolvierte Anna Lütke Scharmann mit Nero nach längerer Ausbildung die Abschlussprüfung zum Schulhund-Team. Die Ausbildung bestand aus einem praktischen, einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Sie bestand mit sehr gutem Erfolg. Der Förderverein der Euregio-Gesamtschule übernahm die Finanzierung der Ausbildung.

Das Zertifikat sowie eine Konzeption, die über die Grundlagen der tiergestützten Pädagogik und die verschiedenen Einsatzbereiche, in denen das Schulhundeteam tätig ist, informiert, kann im Sekretariat der Schule eingesehen werden.

Nero freut sich auf seine Arbeit als „Co-Pädagoge“ an der Euregio-Gesamtschule.

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