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Gebürtige Eperanerin starb im Alter von 96 Jahren

Trauer um Schwester Hildemundis

Epe/Horstmar-Leer

Trauer um Schwester Hildemundis: Im Alter von 96 Jahren ist die Ordensfrau am Mittwoch gestorben.

Schwester Hildemundis †

Sie wurde als jüngstes von 15 Kindern der Familie Schulze Tenberge in der Eper Bauerschaft Lasterfeld geboren.

Schwester Hildemundis stammte aus einer christlich geprägten Familie. Als sie neun Jahre alt war, trat ihre älteste Schwester in den Orden ein. 15 Jahre später folgte sie und zog nach Münster. Dort fand sie im Orden der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung eine neue Heimat.

Am 8. September 1948 begann Schwester Hildemundis ihr zweieinhalbjähriges Noviziat in Münster. Schon hier erlebte sie, wie wichtig Gemeinschaft im Sinne der Spiritualität sei.

73 Jahre im Orden

Sie erlernte im Josefstift in Emsdetten Küchendienst und war lange im hauswirtschaftlichen Bereich tätig, so in der Marienburg in Coesfeld und in Bottrop. Die Küche, in der Schwester Hildemundis zunächst arbeitete, habe ihr nicht so gelegen, berichtete sie einmal. Altenpflege sei da schon eher „ihr Ding“ gewesen.

„Ich wollte etwas ganz persönlich für Menschen tun“, erklärte die Ordensfrau bei einem Gespräch aus Anlass ihres 70-jährigen Ordensjubiläums.

Altenpflege war „ihr Ding“

Vom Jahr 1968 an lernte sie in Aachen Altenpflege. Zunächst war sie in Aachen, dann in Walsum und Winnekendonk, einer Ortschaft von Kevelaer tätig. Danach arbeitete sie 16 Jahre lang in Stadtlohn in einem Haus für betagte Ordensschwestern.

Das Zweite Vatikanische Konzil im Jahr 1963 war für die Nonnen ein einschneidendes Ereignis, das eine Lockerung im Ordensleben mit sich brachte. So sei die strenge Klausur einem größeren Gemeinschaftsgefühl gewichen. Man habe als Ordensfrau auch wieder das Elternhaus besuchen dürfen. Für alle sichtlich war die Änderung der Ordenskleidung. „Rundumsicht statt Weitsicht“ hieß es unter den Schwestern, als der Schleier fiel. Es gab nicht mehr die Generaloberin, sondern die Koordinatorin als Ergebnis einer Änderung in der Hierarchie.

Seit 2012 lebte die gebürtige Eperanerin im Haus Loreto in Horstmar-Leer, dem Altenwohnheim der Vorsehungsschwestern. Im Alter hatte sie ihre künstlerische Ader entdeckt und sich dem Malen verschrieben. Das Kartenspielen gehört mit zu ihren Hobbys.

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