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Gronauer Unternehmen beteiligt sich an von der EU gefördertem Forschungs- und Innovationsprojekt

Ultraschall nimmt „unsichtbaren“ Nano-Kunststoff ins Visier

Gronau

Nicht erst die Corona-Pandemie fordert die Gesellschaft durch große Mengen an Plastikmüll heraus. Als Antwort auf dieses Problem und als Reaktion auf die Verschmutzung der Gewässer durch Nanopartikel werden technologische Lösungen gesucht. Das Ziel: eine sauberere, sicherere und gesündere Umwelt. InNo-Plastic, ein neues Forschungs- und Innovationsprojekt der EU, kombiniert dabei Ultraschall-Methoden mit anderen Lösungen. Einer von europaweit 17 Projektpartnern, die durch die EU gefördert werden, ist das Gronauer Unternehmen Nano-Bay, dessen Geschäftsführer der Wissenschaftler Prof. Dr. Gregor Luthe ist.

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Kunststoff vermüllt weltweit die Meere – wobei die kleinsten, unsichtbaren Partikel ein sehr großes Problem darstellen. Ein mit EU-Mitteln gefördertes Projekt verfolgt drei Ansätze, um das Müllproblem zu verringern. Ein Projektpartner ist das Gronauer Unternehmen Nano-Bay. Foto: Christoph Sator/dpa

Das Gesamtprojekt setzt auf verschiedene Ansätze. Die erste Lösung zielt auf Mikro- und Nanoplastik ab, das die Meeresumwelt und letztlich auch Nahrungsketten beeinträchtigt. Mit einer Kombination aus Ultraschall, Flockungsmitteln und einem Trommelsieb soll Wasser aus industriellen Kühlwassersystemen getrichtert werden, um das schädliche Mikro- und Nanoplastik zu agglomerieren und aus den Gewässern herauszufiltern. Dabei muss darauf geachtet werden, das lokale Meeresleben zu schützen. Die Menge an Kühlwasser, die der Industrie entnommen und zurückgeführt wird, entspricht der Hälfte dessen, was der Rhein ins Meer einleitet.

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