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Bundestagsabgeordneter Hubertus Zdebel (Die Linke) im Gespräch

Umweltpolitisch eine „fatale Regelung“

Gronau

„Wir brauchen eine bundeseinheitliche Regelung.“ Für den Bundestagsabgeordneten Hubertus Zdebel (Die Linke) steht außer Frage, dass die Bundesregierung mit Blick auf den sicheren Betrieb von Kavernen als Untertagespeicher weitere Schritte einleiten muss.

Klaus Wiedau

Hubertus Zdebel an seinem „Arbeitsplatz“ im Bundestag. Am Freitag war er zu Gast in Gronau. Foto: Die Linke

Dass die Öl-Kavernen im Eper Amtsvenn nach dem Ölaustritt im Frühjahr 2014 jetzt auf eine sicherere Doppelverrohrung umgerüstet werden, „begrüße ich ausdrücklich“, so Zdebel am Montag während einer Informationsveranstaltung. Allerdings sei festzuhalten, „dass diese Regelung nur für Nordrhein-Westfalen gilt und nicht bundesweit“. Insofern würden nach dem Ölaustritt im Amtsvenn keine Konsequenzen für den Betrieb von Kavernen in anderen Bundesländern gezogen. Zdebel: „Das finde ich irritierend.“ Die rein auf das Bundesland NRW bezogene Nachrüstung der Kavernen ist für ihn eine „unter umweltpolitischen Gesichtspunkten fatale Regelung“.

Kritik äußerte der Bundestagsabgeordnete im Zusammenhang mit der Kavernen-Nachrüstung auch an den Aufsichtsbehörden. Von denen hätte er ein „proaktiveres Vorgehen“ in Sachen Bürgerinformation erwartet: „Ich hätte mir gewünscht, dass die Bevölkerung über die Umrüstung noch stärker informiert worden wäre.“ In Gronau sei das durch die Veröffentlichungen der WN zwar geschehen, nicht aber in der Region ringsum. Zudem gelte es, die Frage zu stellen, ob die Ölvorräte als Teil der nationalen Energiereserve „auf Dauer noch gebraucht wird“, so Zdebel.

Weitere Themen des Abends waren unter anderem Fracking und Atomkraft.

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