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Der Feuerwehr Gronau steht ab sofort eine Drohne zur Verfügung

Unterstützung aus der Luft

Gronau

Er kann gefährdete Menschen ebenso finden wie Glutnester – der neue Multikopter. Das unbemannte Flugobjekt steht jetzt den Feuerwehren der Stadt und Urenco zur Verfügung. Dafür haben extra einige Feuerwehrleute einen weiteren Führerschein gemacht.

Dr. Chris Breuer (Urenco) übergab die Drohne an Marco an Schelve (Feuerwehr Gronau) und Tobias Benkhoff (Werkfeuerwehr Urenco). Die Drohne erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 72 km/h und eine maximale Flugzeit von 31 Minuten. Foto: UrencoFeuerwehr Gronau (S. Moritzer)

Nach einer intensiven Zeit der Vorbereitung und Schulung steht der Feuerwehr Gronau ab sofort ein sogenannter Multikopter, zur Verfügung.

Das auch Drohne genannte unbemannte Fluggerät kann wichtige Aufgaben bei Einsätzen übernehmen: Es kann in Bereiche eindringen, die für Einsatzkräfte unerreichbar oder zu gefährlich sind. Der Multikopter bietet die Möglichkeit, den Einsatzort wesentlich genauer einzuschätzen und Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Zu den Aufgaben von Drohnen gehört es, gefährdete Menschen zu finden, die sich an Orten befinden, die von den Einsatzkräften nicht einzusehen sind, oder nur unter Gefahr gefunden werden können. Menschen können mit der Sichtkamera oder mit der Wärmebildkamera gefunden werden.

Außerdem hilft die Wärmebildkamera, Glutnester zu erkennen, die dann gezielt gelöscht werden können. Mit ihr können auch auf größeren Flächen Inspektionen vorgenommen werden.

Drohnen werden bei der Brandbekämpfung eingesetzt, um Brandherde zu finden. Sie helfen der Einsatzleitung bei der Planung und bieten die Möglichkeit, den Überblick nicht zu verlieren. Gefährliche oder schädliche Materialien können mit der Sichtkamera gefunden werden und wichtige Gefahrensituationen vermieden werden.

Die Kamera hilft der Einsatzleitung, sichere Zugangswege zu identifizieren und Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen. Die Analyse der aufgezeichneten Daten kann bei der Verbesserung von zukünftigen Einsätzen effektiv eingesetzt werden.

Die Drohne vom Typ „DJI Mavic 2 Enterprise Advanced” ist mit ihrem geringen Startgewicht äußerst wendig und flexibel einsetzbar. Sie erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 72 km/h und eine maximale Flugzeit von 31 Minuten.

Die Steuerung erfolgt über einen „Smart Controller” mit integriertem 5,5-Zoll-Touchscreen. Die Darstellung des Flugbilds kann direkt auf einen Großbildschirm am Einsatzleitwagen übertragen werden, um dem Einsatzleiter direkt das Einsatzspektrum näherzubringen.

Die Feuerwehr hält ein Drohnenteam vor, das aus Mitgliedern der Feuerwehr Gronau sowie der Werkfeuerwehr Urenco besteht. Alle Drohnenpiloten haben neben einer mehrstündigen Theorie- und Praxis-Unterweisung durch die Firma Drohne 112 einen Drohnenführerschein A1/A3 absolviert.

Da es wichtig ist, Erfahrungen im Flugbetrieb zu sammeln, werden die Feuerwehrleute häufiger auf großen Freiflächen die verschiedenen Funktionen üben.

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