Heißes Wochenende

Vernünftig erfrischen

Gronau

Temperaturen über 30 Grad – und das wohl am ganzen Wochenende. Das bedeutet in diesem Sommer, dass es in den Freibädern wohl nur wenige freie Plätze geben wird. Aber es gibt Alternativen.

Frank Zimmermann

Trotz des Superwetters wird die Situation in den Freibädern überschaubar bleiben. Am Drilandsee wird die Stadt verstärkt kontrollieren, ob die Besucher sich an die Abstandsregeln halten. Im Tierpark bekommen die Tiere besonders viel Wasser. Foto: Stadtwerke Gronau/Mario Brand/Guido Kratzke (2)

Normalerweise gilt für die Freibäder: Drei Tage über 30 Grad, dann geht so richtig die Post ab. Also müsste dort jetzt richtig Halligalli sein. Doch während sich in normalen Zeiten jeweils rund 2000 Menschen im Parkfreibad und im Bültenbad tummeln, ist aktuell bedingt durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bei 300 Besuchern Schluss. Bereits am Freitagmorgen zeigte ein Blick auf die Buchungszahlen für die beiden Freibäder, dass diese höchstwahrscheinlich ausgebucht sind. Nur für die frühen Morgenstunden waren noch Tickets verfügbar.

Stefan Busch

Stefan Busch, Sprecher der Stadtwerke Gronau, die die Bäder betreiben, freut das. „Wir sind froh, in diesen besonderen Zeiten beide Bäder öffnen zu können. Dann ist es natürlich schön, wenn die Menschen das Angebot auch nutzen – sie sind uns herzlich willkommen.“ Er verstehe aber auch, wenn potenzielle Besucher sich durch die Einschränkungen abgeschreckt fühlen. Andererseits gebe es auch Menschen, die den Einschränkungen einiges abgewinnen könnten, denn durch sie gebe es weder Warteschlangen vor den Kassen noch überfüllte Liegewiesen. Und für das Personal, so Buschs Einschätzung, würden sich Vor- und Nachteile die Waage halten.

Begrenzte Kapazitäten

Wegen der Temperaturen und der begrenzten Kapazitäten in den Freibädern rechnet man bei der Stadt Gronau mit entsprechend großem Besucherandrang am Drilandsee. Hier sind für das Badevergnügen über die allgemeinen Verhaltensregeln hinaus keine Einschränkungen geplant. „Wir werden aber unsere Kontrollen entsprechend hochfahren“, sagt Gabi Könemann, Pressesprecherin der Stadt, auf WN-Anfrage. Sie gehe aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen davon aus, dass die Situation entspannt bleibe. „Ich habe mir das letztes Wochenende selber mal angeschaut. Die Menschen waren alle sehr vernünftig. Egal ob auf der Liegewiese oder in der Schlange vor dem Kiosk, überall hielten die Menschen Abstand“, schildert sie eigene Beobachtungen.

Gelassenheit im Tierpark

Auch im Gronauer Tierpark blickt man den heißen Tagen gelassen entgegen. Da es dort rundrum viele Bäume gibt, gibt es auch viele schattige Plätzchen. Und genau diese suchen die Tiere auf. Dazu wird ihnen besonders viel Wasser angeboten, damit sie ausreichend trinken können. Von kalten Duschen für die Tiere halten die Tierpfleger aber nicht. „Viele Tiere vertragen das gar nicht so gut“, hat Könemann sich sagen lassen.

Und wie bereiten sich die Frauen und Männer auf das Wochenende vor, die immer dann ran müssen, wenn es richtig heiß hergeht? „Gar nicht! Für uns ist das ein normales Wochenende, wir gucken, was kommt“, heißt es von der Gronauer Feuerwehr.

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