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VHS feiert 75-jähriges Bestehen 

Viele Angebote wieder in Präsenz

Gronau

Die Gronauer Volkshochschule hat sich in den 75 Jahren ihres Bestehens ordentlich entwickelt. Das zeigt sich – nicht nur - am Umfang ihres Kursangebots. Das fiel nämlich in den 50er-Jahren deutlich kleiner aus als das aktuelle.

Von Frank Zimmermann

Die VHS feiert Jubiläum. Deshalb zieren Wunderkerzen das aktuelle Programm, und die Mitarbeiterinnen haben Luftballons zum Fototermin mitgebracht. Foto: Frank Zimmermann

Bei der Vorstellung des Halbjahresprogramms der Euregio-Volkshochschule (VHS) geht es normalerweise um einen Blick in die nahe Zukunft. Doch diesmal gehört auch ein Rückblick dazu, denn die VHS feiert ihr 75-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sich einiges getan. So führte zum Beispiel der vierseitige VHS-Arbeitsplan (so hieß das Programm früher) für das Wintersemester 1953/54 21 Angebote auf. Das aktuelle Programm hat 144 Seiten und enthält 340 Angebote. Auf einer Doppelseite ist die Geschichte der VHS im aktuellen Programmheft nachgezeichnet – eine interessante Lektüre.

Helga Ausländer

Ein anderes Jubiläum – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – schlägt sich in einem Programmschwerpunkt nieder. In der Auftaktveranstaltung zur Semestereröffnung geht es zum Beispiel um den 1902 in Gronau geborenen jüdischen Kantor Erich Mendel. „Die Anfänge christlicher Judenfeindschaft“ beleuchtet der Theologe Dr. Dr. Thomas Witulski am 9. September. „Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein?“, lautet die Leitfrage eines Online-Vortrags am 24. November. Und bei einer Tagesfahrt nach Amsterdam am 3. Oktober (Sonntag) steht das jüdische kulturelle Viertel im Mittelpunkt.

Auf die Unwägbarkeiten, die die Corona-Pandemie nach wie vor mit sich bringt, haben die Programmverantwortlichen der VHS reagiert. Unter anderem mit einer fünftägigen Dozentenfortbildung zum Thema digitale Bildung. Viele Kurse können deshalb um digitale Angebote angereichert oder im Bedarfsfall auch komplett auf ein digitales Format umgeschaltet werden. „Die digitalen Formate nähern sich dem Präsenzangebot an“, sagt VHS-Leiterin Helga Ausländer. Das soll den Kunden bei einem digitalen Schnuppertag am 13. September auch vermittelt werden.

Ansonsten setzt Ausländer, die das Programm mit ihrer Kollegin Dr. Anne Terglane-Fuhrer erarbeitet hat, vorsichtig optimistisch darauf, dass wieder mehr Präsenzveranstaltungen möglich sein werden. Einige Angebote, zum Beispiel Ausstellungsbesuche oder eine Theaterfahrt, stehen noch nicht im Programm. „Die wollen wir aber gerne spontan anbieten, wenn wir sehen, was möglich ist“, verspricht Ausländer.

Da eine Reihe von Veranstaltungen in der Vergangenheit der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind, stehen sie erneut im Programm. Zum Beispiel die Autorenlesung „Vater hat nie geschossen“ mit Michael Hülskemper am 26. Oktober.

Sprachkurse sollen in Präsenz starten

„Mit den Sprachkursen wollen wir grundsätzlich in Präsenz starten“, sagt Terglane-Fuhrer, benennt aber auch gleich einige Ausnahmen: Kurse in Sprachen wie Russisch, Chinesisch oder Arabisch, für die in Gronau erfahrungsgemäß kein Kurs zustande kommt, werden in Zusammenarbeit mit der VHS Düsseldorf als Online-Kurse angeboten.

Im Gesundheitsbereich bilden Yoga-Kurs einen kleinen Schwerpunkt. Wie man Gemüse durch Fermentierung haltbar machen kann und was man bei einer Umstellung auf vegane Ernährung beachten sollte, erfahren die Teilnehmenden in entsprechenden Kursen zum Themenbereich Ernährung.

Das gedruckte VHS-Kursprogramm liegt an den bekannten Stellen aus. Das komplette Programm ist aber auch auf der Internetseite der VHS zu finden.

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