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Bernd Lewing regiert das Buterland

Vogel flog nach 462. Schuss

Gronau

Buterländer sind hart im Nehmen. Und im Austeilen. Das weiß jetzt auch der Schützenvogel, der am Montagmittag noch stolz auf der Stange thronte, am Ende aber in Einzelteilen darunter endete.

Klaus Wiedau

Ein strahlendes Regentenpaar: König Bernd Lewing holte mit dem 462. Schuss den Vogel im Buterland von der Stange. Zur Regentin erkor er sich Sandra Lübbers.Jungschützen-Spalier vor dem Thron: Der Nachwuchs freute sich schon auf die After-Krönungs-Party.   Foto: Klaus Wiedau

Buterländer sind hart im Nehmen. Und im Austeilen. Das weiß jetzt auch der Schützenvogel, der am Montagmittag noch stolz auf der Stange thronte, am Ende aber in Einzelteilen darunter endete. 462 Schuss und drei Stunden, 16 Minuten brauchten die Schützen im Stadtwesten dafür. Zum Vergleich: Die Gronauer Bürgerschützen hatten vor drei Wochen ganze sieben Stunden und vier Minuten sowie 675 Schuss gebraucht – dabei waren die Vögel aus demselben Stück Holz gemacht.

Kein Wunder also, dass Bernd Lewing mit der Sonne um die Wette strahlte, als das Federvieh im Buterland um 16.16 Uhr zu seinem ersten und letzten Flug ansetzte. Zuvor hatte Lewing sich mit Gerd Lübbers ein spannendes Duell geliefert. Als König Bernd 13. wird Lewing jetzt ein Jahr lang Buterland und Beckerhook regieren. Zu seiner Königin erkor er sich Sandra Lübbers. Ehrendamen sind Petra Wessendorf und Sabine Falkenberg, denen Gerhard Orth und Hermann Gleis als Ehrenherren zur Seite stehen. Komplettiert wird der Thron von Oberhofmarschall Hubert Subgang und Berthold Doetkotte als Mundschenk.

Gleich zu Beginn des Schießens hatte übrigens auch Bürgermeisterin Sonja Jürgens auf den Vogel angelegt und ihm direkt den rechten Flügel abgeschossen – ein Schelm, wer politisch Böses dabei denkt. . .

Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Vogelschießen unter einem strahlend blauen Himmel, ehe Schießmeister Ingo Elsbernd die Flinte nach dem 462. Schuss zwar nicht ins Korn werfen, wohl aber wegpacken konnte.

Und während König und Königin auf den Schultern starker Schützen zu den Klängen der Stadtkapelle ins Zelt getragen wurden, waren die Buterländer Jungschützen ihrer Zeit schon voraus. Sie standen vor dem Thron Spalier und sangen „Spiegelei, Spiegelei, Bernd ist dabei“ – und sahen sich in Gedanken wohl schon beim deftigen Frühstück mit dem neuen Monarchen. König Bernd und seine Königin nahmen derweil ein erstes Bad in der Schützen-Menge und freuten sich sichtlich auf den Krönungsball und eine lange Nacht mit ihren Untertanen.

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