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Thema im Fachausschuss am Dienstag

Weiterbildungsverbund soll Gronau für Ärzte interessant machen

Gronau

Gronau will etwas gegen den akuten und künftigen Ärztemangel tun. Medizinerinnen und Mediziner werden schon jetzt finanziell gefördert, wenn sie sich hier niederlassen. Aber es wird noch mehr geplant, um Ärzten die Stadt schmackhaft zu machen.

-mb/pd-

Auch im Lukaskrankenhaus sollen die Ärztinnen und Ärzte ihre stationäre Weiterbildungszeit ableisten können. Foto: Lukas-Krankenhaus

Ein zentral gelegenes Gesundheitszentrum soll für Synergieeffekte sorgen. Die neueste Idee: die Schaffung eines Weiterbildungsverbunds, um ärztlichen Nachwuchs auf Gronau aufmerksam zu machen und sie in ein ärztliches Netzwerk aufzunehmen. Das Thema steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Soziales, medizinische Versorgung und Bevölkerungsentwicklung.

Der Weiterbildungsverbund soll es angehenden Haus- und Fachärzten Innere Medizin in der hausärztlichen Versorgung ermöglichen, eine Weiterbildung zum Facharzt quasi aus einer Hand zu erhalten, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss. Dazu arbeiten die dem Verbund beitretenden Ärzte mit Weiterbildungserlaubnis und das St.-Antonius-Hospital sowie das Lukas-Krankenhaus zusammen. Der Weiterbildungsverbund garantiert den teilnehmenden Ärzten in Weiterbildung die volle Weiterbildungszeit gemäß der aktuell gültigen Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die im Verbund organisiert wird. Die stationäre Weiterbildungszeit wird in einem der teilnehmenden Krankenhäuser abgeleistet, die ambulante in einer der teilnehmenden ambulanten Praxen. Die Weiterbildung soll ergänzt werden um gemeinsame Schulungs- und Netzwerkveranstaltungen.

Mentoren

Der Weiterbildungsverbund stellt den Ärzten in Weiterbildung Mentoren zur Seite. Das soll den Standort Gronau als Gesundheitsstandort stärken und auch außerhalb in geeigneter Weise beworben werden.

Der Gründung des Weiterbildungsverbundes als Verein liegen bereits eine Satzung sowie ergänzende Verträge zugrunde.

Am 2. Oktober wird das Projekt den niedergelassenen Hausärzten und Fachärzten für Innere Medizin in der hausärztlichen Versorgung sowie den Kinderärzten in einer Informationsveranstaltung vorgestellt und um weitere Gründungsmitglieder geworben.

Auch die Stadt will dem Verein beitreten

Zur Förderung der Gründung des Weiterbildungsverbundes – so die Verwaltungsvorlage für den Ausschuss – soll die Stadt Gronau die Gründungskosten in Höhe von 5000 Euro übernehmen, darüber hinaus eine Anschubfinanzierung von jeweils 5000 Euro für die ersten drei Jahre. Die Stadt wird selbst Mitglied des Weiterbildungsverbundes.

Der Ausschuss tagt am Dienstag (21. September) ab 18 Uhr im Rathaus.

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