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Fischergemeinschaft Gronau möchte Nordufer des Drilandsees aufwerten

Wenig Gegenliebe für neues Angelgewässer

Gronau

Am Nordufer des Drilandsees gibt es zunehmende Erosionsschäden. Hier wollen die Angler der Fischereigemeinschaft mit Expertise und tatkräftiger Hand gegensteuern. Aber sie haben auch einen Wunsch: ein neues Angelgewässer, fünf bis zehn Hektar groß – also etwa so groß wie sieben bis 14 Fußballfelder.

-rs-

So stellt sich die Fischergemeinschaft Gronau das neue Angelgewässer beispielhaft vor. Foto: privat

Nicht nur Anglern fällt es auf: Das Ufer auf der Nordseite des Drilandsees weist zunehmende Erosionsschäden aufgrund von Starkregen auf. Der Verein der Fischergemeinschaft Gronau mit den angeschlossenen Vereinen SFV „Flossweg“, ASV „Dinkelfreunde“, „Gut Fang“ und Fischerei- und Hegeverein Amoco hat jetzt einen Bürgerantrag gestellt, der die Instandsetzung und Aufwertung des Areals für Anglerzwecke zum Gegenstand hat. Dies beinhaltet auch eine Ausweitung der zur Verfügung stehenden Angelplätze, da die Nachfrage laut dem Vereinsvorsitzenden Artur Zimmermann stetig gestiegen sei.

Bei der Umsetzung der Maßnahmen – es liegt ein detaillierter Plan der Petrijünger auf dem Tisch – stellen diese ihre Mitwirkung in Aussicht. „Sowohl mit fachlicher Expertise als auch mit tatkräftiger Hand“, wie Zimmermann am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss, dem der Antrag zur Beratung vorlag, betonte.

Die Kommunalpolitiker standen dem Vorhaben der Fischergemeinschaft im Grundsatz durchaus positiv gegenüber, zu einem Votum kam es indes nicht. Vielmehr folgten die Gremiumsmitglieder in diesem Punkt dem Vorschlag der Verwaltung, das Anliegen in den zuständigen Fachausschuss zu verweisen – in diesem Fall den für Mobilität, Umwelt und Klimaschutz.

Millionenschwere Großsportanlage

Ebenfalls verwiesen wurde der zweite Antrag der Gemeinschaft, dessen Inhalt sich im Vergleich zum ersten wesentlich umfangreicher gestaltet. Gegenstand ist die Schaffung eines komplett neuen Angelgewässers, das in seiner Größe Gemeinschaftsveranstaltungen der angeschlossenen Vereine über alle Altersgruppen ermöglichen soll. Das Gewässer soll auch Ausgleich für verloren gegangene Angelstellen in Zusammenhang mit der beabsichtigten neuen Driland-Gastronomie sein, betonte Zimmermann. Er sprach auf Nachfrage von einer Größenordnung von fünf bis zehn Hektar und dem Erfordernis einer vorangehenden geologischen Untersuchung des Areals.

Im Ausschuss stieß der Vorstoß auf Verwunderung und auch Ablehnung. „Das hat es in sich“, zeigte sich Jörg von Borczyskowski (UWG) überrascht, während Sebastian Laschke (CDU) von einer millionenschweren Großsportanlage sprach, die klar überdimensioniert sei. Das Anliegen wurde schließlich in den zuständigen Fachausschuss Sport verwiesen.

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