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Theaterstück „Über das Leben oder meine Geburtstage mit dem Führer“

Widerstand in unterschiedlichsten Formen

Gronau

Ein Höhepunkt der Interkulturellen Wochen sind die Aufführungen des Theaterstücks „Über das Leben oder meine Geburtstage mit dem Führer“ von Beate Albrecht. Von Donnerstag (2. September) bis Samstag (4. September) wird dieses mehrfach in Gronau aufgeführt.

Hitler, nein danke. Das Theaterspiel zeigt ein Stück über den Jugendwiderstand und die Gräuel in der NS-Zeit. Foto: Theater-Spiel

Theaterspiel ist ein mobiles Theater mit Sitz in Witten. Mit aktuell mehr als zehn Produktionen tourt Theaterspiel durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Das Team erreicht mit rund 250 Aufführungen jedes Jahr etwa 35 000 Menschen. Das Team ist für sieben Aufführungen zu Gast in Gronau. Donnerstag und Freitag sind jeweils drei Aufführungen für die weiterführenden Schulen reserviert. Die Aufführung am Samstag um 16 Uhr in der Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums ist für die Öffentlichkeit vorgesehen.

Es ist ein Stück über Jugendwiderstand, die Gräuel der NS-Zeit und den Wunsch „zu latschen statt zu marschieren“ für Menschen ab elf Jahren (7. Klasse). Der Einlass ist ab 15.30 Uhr und kostenfrei.

Zum Inhalt: Zu Hitlers Machtübernahme 1933 ist Anni neun Jahre alt. Sie, ihre Freunde und ihre Eltern geraten mehr und mehr in den Strudel der historischen Ereignisse. Einige von ihnen werden Anhänger der NS-Diktatur und marschieren mit, andere versuchen, sich der beherrschenden Ideologie zu verweigern oder dem Terror zu entfliehen.

Anni schließt sich einer Gruppe von Jugendlichen an, die auf den Drill der Hitlerjugend keine Lust hat. Anfangs noch in Auflehnung gegen die Gleichmacherei, tritt die Gruppe mehr und mehr in den aktiven Widerstand. Als Anni gefangen genommen wird, entwickelt sich ihr Kampf um ein gerechtes Leben zu einem Kampf ums Überleben

Auf Grundlage von Zeitzeugenberichten erzählt das Stück vom Unrechtssystem des NS-Staates. Gegen Gleichschaltung, Unfreiheit und Ungerechtigkeit gab es Widerstand in unterschiedlichsten Formen.

Mit Live-Musik, Schauspiel und Tanz taucht das Stück ein in diese bewegende Zeit, erzählt von Schicksalen, Freundschaft und Feindschaft und verdeutlicht, dass es nötig ist, jeden Tag für Demokratie und Menschlichkeit einzutreten – auch heute noch.

Das rund 65-minütige Stück gewann den 1. Preis beim Jugendtheaterfestival Thea Trend 2014 in Hilden.

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