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Unterschriftensammlung für den Erhalt der Sprachförder-Kitas

„Zeitpunkt könnte nicht schlechter sein“

Gronau

Wenn die Sprachförderung in Kitas nicht mehr vom Bund finanziert wird, wären in Gronau fünf Kitas und rund 420 Kinder betroffen. Die Betroffenen haben eine Initiative gegründet und wollen jetzt Unterschriften sammeln.

Die Erzieherinnen der fünf Sprach-Kitas in Gronau Foto: privat

Das Bundeskabinett hat entschieden, keine Fördermittel für die Sprach-Kitas in den Haushalt des nächsten Jahres einzustellen. Das bedeutet, dass das Projekt der Sprach-Kitas zum Jahresende ausläuft.

Diese Entscheidung würde auch fünf Sprachförderkitas mit fünf Sprachförderkräften und rund 420 Kindern in Gronau treffen (Familienzentren Wittekindshof, Luise, Arche Noah, DRK „Zum Regenbogenland“, Ev. Kita Zachäus).

Für die betroffenen Teams und auch für die Kinder sei dies ein sehr großer Verlust, sind sich die Verantwortlichen in Gronau einig. Nicht nur, weil die personelle Besetzung (noch) knapper wird, sondern auch, weil die zusätzlichen Bedürfnisse der zu betreuenden Kinder, vor allem in der Sprachförderung, nicht mehr so gut berücksichtigt werden können.

Die Entscheidung sei auch für die Vertreter der fünf Gronauer Einrichtungen unverständlich. Experten, Vertreter von Spitzenverbänden und Gewerkschaften mit den betroffenen Fachkräften seien sich einig darin, dass diese Entscheidung zulasten der Kleinsten gehe. Deshalb hat sich die Initiative „Sprach-Kitas retten“ gegründet.

Durch Unterschriftensammlungen soll eine Petition für den Erhalt der Sprach-Kitas eingereicht werden. Die Erzieherinnen hoffen, gemeinsam die Sprach-Kitas retten zu können.

Durch Zuwanderung und den Angriffskrieg gegen die Ukraine mit einer weiteren Fluchtbewegung nach Deutschland könnte der Zeitpunkt das Projekt Sprachförderkita einzustellen nicht schlechter sein, sind sich die Unterschriftensammler in Gronau einig.

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