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Letztes Fest der Anne-Frank-Schule

Zum Abschied eine Party

Gronau

Ein paar besinnliche Momente wird es sicher geben. Und vielleicht fließen auch ein paar Tränchen – aber eigentlich soll die Schließung der Anne-Frank-Schule kein trauriges Ereignis werden, sondern ein Grund zu feiern.

Guido Kratzke

Schulleiter Josef Ferling (r.) lädt gemeinsam mit seinem Kollegen Wilhelm Reinermann (v.l.) und den Entlassschülerinnen Albina Ndoja und Fifinia Aleesa ehemalige Schüler, Lehrer, Eltern und Nachbarn zur Abschiedsfeier der Anne-Frank-Schule am 6. Juli ein. Foto: Guido Kratzke

Im Jahr 1968 nahm die Ganztags-Hauptschule an der Konrad-Adenauer-Straße, damals noch unter dem Namen „Hauptschule-West“, ihren Betrieb in der Dinkelstadt auf. Im Jahr des 90. Geburtstags ihrer Namenspatronin Anne Frank – die Bezeichnung erhielt sie in den 90er-Jahren – werden die letzten 59 Schüler und zehn verbliebene Lehrer Abschied nehmen.

„Durch die Neustrukturierung im Bildungsbereich allgemeinbildender Schulen in NRW und anderen Bundesländern fielen leider bisher viele Haupt-, Förder- und auch einige Realschule diesen Veränderungen zum Opfer“, heißt es in einem Schreiben, dass im Rahmen der gerade abgeschlossenen letzten Projektwoche an der Schule erstellt wurde.

Auch wenn die Schließung als wenig erfreulicher Anlass angesehen wird, so lassen es sich die letzten Lehrer und Schüler der Anne-Frank-Schule nicht nehmen, noch einmal zu einem großen Schulfest einzuladen, das ebenfalls in der Projektwoche vorbereitet wurde. „Das letzte Jahr war sehr familiär, die Schüler aus beiden Klassen zusammen eine eingeschworene Gemeinschaft“, freut sich Josef Ferling, der vor sieben Jahren offiziell mit der Leitung der Schule betraut wurde, über einen Entlassjahrgang, bei dem auch die Lernergebnisse sehr positiv waren. Ferling war insgesamt 24 Jahre an der Schule beschäftigt und wird im neuen Schuljahr an die Gesamtschule nach Nordwalde wechseln. Viele seiner Kollegen werden zukünftig in Gronau an der Gesamtschule unterrichten. „Diese intensive Betreuung war schon etwas besonderes“, ergänzt Lehrer Wilhelm Reinermann, der viereinhalb Jahre lang gependelt ist und sich mit den Schülern über deren gute Ergebnisse freut.

Auch für die Schüler war die Zwergenschule, die die Hauptschule mit nur noch einem Jahrgang darstellte, etwas Besonderes. „Wir hatten keine eigenen Fachräume mehr, aber das war kein Problem“, erklärt Albina Ndoja, die mit ihrer Freundin Fifinia Aleesa schon gemeinsam durch die Zeit der Grund- und weiterführenden Schulen gelaufen ist und ab dem kommenden Schuljahr in Ahaus auf das Fachabitur zuarbeiten wird.

Nach der offiziellen Abschiedsfeier am 6. Juli (Samstag) von 16 bis 18 Uhr mit geladenen Gästen sollen ehemalige Schüler, Eltern und Lehrer sowie auch Nachbarn und Freunde der Schule in der Aula und auf dem Schulhof zusammenkommen, um noch einmal über mehr als ein halbes Jahrhundert Schulgeschichte zu plaudern und miteinander zu feiern.

In der Projektwoche wurden nicht nur Einladungen geschrieben und verteilt. Auch hängen in einigen Gronauer Geschäften Plakate, die auf die Veranstaltung hinweisen. Im Rahmenprogramm werden einige Entlassschüler als Rapper zurückkehren und das vorstellen, was sie in der Projektwoche erarbeitet haben. Aber auch ein DJ und ein Sänger werden die Besucher musikalisch unterhalten, und auf dem Schulhof werden kleine Spiele auch für die großen Gäste aufgebaut. Ebenso wie eine Tombola oder eine Foto-Box sollen sie dafür sorgen, dass die Abschiedsfeier ebenso wie die Schule positiv in Erinnerung bleiben.

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