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Gronau

Zwischenfall bei Urenco Almelo

Gronau/Almelo

Nach einem Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage im niederländischen Almelo fordern Kernkraftgegner erneut die Stilllegung dieser Anlage und der Schwesteranlage in Gronau.

Klaus Wiedau

Nach einem Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage im niederländischen Almelo fordern Kernkraftgegner erneut die Stilllegung dieser Anlage und der Schwesteranlage in Gronau. Nach Berichten der niederländischen Tageszeitung „Twentsche Courant Tubantia“ ereignete sich der Zwischenfall am Donnerstagmorgen in einer Produktionshalle, in der das angereicherte Uran aus den Zentrifugen in Behälter gefüllt wird. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Aber: Nach dem Zwischenfall wurde eine erhöhte Radioaktivität in der betroffenen Halle und im Lüftungssystem gemessen. Auf dem Dach wurde eine kleine Menge angereichertes Uran entdeckt. Der feste Stoff (in der Größe eines Zuckerkorns) sei inzwischen beseitigt worden. Die von diesem Uran ausgehende Strahlung entspreche der natürlichen Strahlung am Boden, so ein Urenco-Sprecher. 50 Messungen auf dem Firmen-Terrain hätten keine weitere Radioaktivität nachgewiesen. Nach Urenco-Angaben besteht durch den Vorfall, so die „Tubantia“ weiter, keine Gefahr für die Umgebung oder die Mitarbeiter. Die Arbeiten in der Halle wurden aber gestoppt und werden nach Urenco-Angaben vorerst nicht aufgenommen: „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter geht vor und muss garantiert sein, bevor wir die Produktion wieder aufnehmen“, so ein Sprecher.

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