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Gewichtsreduktion

A31-Brücken-Ärger in Heek - Gespräche sollen Wogen glätten

Heek

Das zulässige Gewicht einiger Brücken über die A 31 soll reduziert werden. Das sorgt auf vielen Seiten für Ärger.

Von Till Goerke

Um die Gewichtsreduktion der Brücken über die A31 gibt es derzeit eine kontroverse Diskussion. Foto: Goerke

Die Fronten zwischen der Dinkelgemeinde und der Autobahn GmbH sind verhärtet. Auslöser ist die durch die Autobahn GmbH forcierte Gewichtsreduktion auf mehreren Brücken über die A31 im Gemeindegebiet. Und jetzt?

Zur Einordnung des Sachverhaltes. Die Autobahn GmbH muss die Sicherheit auf den Brücken gewährleisten. Da Fahrzeuge wie Erntemaschinen jetzt ein Vielfaches mehr wiegen als zu Bauzeiten der Brücken in den 80er-Jahren, soll das zulässige Gewicht auf den Brücken reduziert werden.

Möglichkeiten gibt es dazu verschiedene. 40 Tonnen bei Einbahnstraßenverkehr oder aber zwei Mal 16 Tonnen bei Begegnungsverkehr. Diese „verkehrsrechtlichen Anordnungen“ müsste der Kreis Borken als zuständige Straßenverkehrsbehörde erlassen. Dagegen sträubt sich die Gemeinde (noch).

Die Situation verschärft hat das Vorgehen der Autobahn GmbH. Diese hatte, in der Annahme, dass der Kreis Straßenbaulastträger sei, die Gemeinde nicht über das Vorhaben informiert. Gegenüber der Redaktion sprach Pressereferent Mirko Heuping von einem „Versäumnis“.

40 Tonnen

Und er sicherte zu, dass man das Gespräch mit der Gemeinde suchen werde, da es darum gehe, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Doch ist das auch passiert? Nachfrage bei Heeks Bauamtsleiter Herbert Gausling. „Ja, die Autobahn GmbH hat sich bei mir gemeldet“, berichtet dieser. Kurz nach der Berichterstattung in der Münsterland Zeitung sei dies geschehen. Und dabei alleine soll es natürlich nicht bleiben.

Versäumnis

Für Anfang Dezember ist ein Gespräch zwischen Gemeinde und Autobahn GmbH geplant. Nicht digital und nicht eben mal so, sondern vor Ort und mit „hochrangigen Personen“ der Autobahn GmbH, wie der Bauamtsleiter berichtet.

Ob diese Gespräche dann zu einer Lösung führen, steht natürlich noch mal auf einem anderen Blatt. „Lassen wir uns mal überraschen“, so Herbert Gausling. So oder so bewegt sich die Autobahn GmbH jetzt auf die Gemeinde zu.

Autobahn GmbH

Und wäre es nach dieser gegangen, wäre die Gewichtsreduktion bereits zum 31. Oktober 2022 Realität geworden. Doch da hat die Gemeinde nicht mitgespielt. Begründung: Die Wirtschaftswege – und damit auch die Brücken – seien für den Wirtschaftsstandort Heek und die Energiewende elementar.

Wichtig: Der Autobahn GmbH geht es – ohne dass die Brücken bei den regelmäßigen Kontrollen bisher negativ aufgefallen wären – „nur“ um die Gewichtsreduktion an sich. Wie diese im Detail umgesetzt wird, ist dann Sache des Kreises Borken. In Absprache mit der Gemeinde.

Dieser steht natürlich im Fall der Fälle auch der Klageweg offen. Doch aktuell ruhen die Hoffnung aller Beteiligten erstmal auf den anberaumten Gesprächen Anfang Dezember. Und mindestens so lange ruht das Verfahren.

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