Dinkelbündnis bringt Suche nach Wohnmobilplätze wieder in Schwung

Alle sind für Stellplätze

Heek/Nienborg

Reisen im Wohnmobil bedeutet Individualität, Freiheit und eine gewisse Entschleunigung. Vielerorts gibt es extra Wohnmobilstellplätze. Ein bis zwei Tage rasten, die Gegend erkunden und dann weiterziehen.

Till Goerke

In vielen Gemeinden wie hier in Havixbeck gibt es bereits Stellplätze, auf denen Wohnmobilisten Station machen können. Foto: Johannes Oetz

Für Reisende angenehm und für die jeweilige Kommune eine gute Chance, sich Touristen zu präsentieren.

In der Gemeinde Heek sucht man solche Stellplätze noch vergeblich. Nicht einen einzigen gibt es offiziell. Und das, obwohl über genau dieses Thema bereits vor Jahren in der Lokalpolitik gesprochen wurde.

Das Dinkelbündnis hat jetzt noch mal frischen Wind in die Sache gebracht und von der Verwaltung ein Konzept zur Bereitstellung von Wohnmobilstellplätzen gefordert. Schließlich soll die Attraktivität der Gemeinde bei Tagestouristen in den kommenden Jahren durch gezielte Werbemaßnahmen und Angebote deutlich erhöht werden.

2018 noch zurückgestellt

Auch die Fraktionen von CDU und SPD konnten dem Antrag etwas abgewinnen. Hermann Kösters (SPD) sagte: „Der Antrag kommt uns sehr entgegen.“ Immerhin hatte die SPD genau dieses Anliegen schon vor etlichen Jahren geäußert. Damals gab es kein konkretes Ergebnis. 2018 wurde die ganze Debatte einvernehmlich zurückgestellt. ​Die Standortvorschläge konzentrierten sich damals vor allem auf den Bereich des Dinkelstadions. Alle weiteren Varianten schieden ohnehin kostenbedingt aus. Ob es jetzt günstiger wird, ist offen. Allerdings könne ein „Basisstellplatz“ nicht die Welt kosten, wie Birgit Wüsten (DB) deutlich machte.

„Wichtig ist, dass wir uns erst mal auf einen Standort einigen und schnell handeln“, so Wüsten. Und damit die Sache dieses Mal zu einem Ergebnis führt, waren sich die Fraktionen einig darüber, das Thema ins Dorfinnenentwicklungskonzeptaufzunehmen.

Konzept wird erarbeitet und vorgestellt

Klar ist allerdings schon, dass ein Stellplatz am Strönfeldsee erst in einigen Jahre zur Debatte steht – wenn die Sandabgrabungen der Geschichte angehören und das Areal gestaltet werden kann. Vorausschauend hat die Verwaltung dafür bereits eine Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. Bis dahin soll an anderer Stelle Abhilfe geschaffen werden. Schließlich hat sich die Gemeinde unlängst auf die Fahne geschrieben, nicht nur für Fahrradtouristen attraktiv sein zu wollen. Genau deshalb wird die Verwaltung jetzt auch ein Konzept für Wohnmobilstellplätze erarbeiten und der Politik vorstellen.

Startseite