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Am Montag findet wieder der traditionelle Clemensmarkt auf der Ringburg statt

Anfänge gehen auf 1516 zurück

Nienborg

Marktstände, westfälisches Frühstück, Bücherbasar, Reibeplätzchenessen, Informationsstände oder internationale Folklore – beim traditionellen Clemensmarkt auf der historischen Ringburganlage in Nienborg herrscht am kommenden Montag (15. November) Volksfestcharakter.

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Vereine und Marktbeschicker lassen kaum Wünsche offen – selbst um die Schuhe der Besucher wird sich gekümmert. Foto: Martin Mensing

Nachdem das Marktgeschehen im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden musste, sind die Gäste nun wieder zum Krammarkt und zum Kaufen, Anschauen, Bummeln, Stöbern und Verweilen eingeladen.

Die Anfänge des Markts gehen auf das Jahr 1516 zurück, als in Nienborg erstmalig ein Kirchweihfest (Kirmes) stattfand. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Nienborg zwei Kirmestermine: die „Heilig-Geist-Kirmes“ am Fest Verklärung Christi am 6. August und die „Clemens-Kirmes“ am Festtag des Heiligen Clemens am 23. November.

Anfänglich war der Markt in der „Knoar“, am Ende der heutigen Hauptstraße Richtung Heek, ab 1914 auf dem Marktplatz. Bis vor dem Zweiten Weltkrieg gab es auf dem Markt kurz vor der Adventszeit vor allem Vieh und Haushaltswaren aller Art zu kaufen. Nachdem der Markt den Kriegswirren zum Opfer fiel, ließ ihn der Kegelclub „Snack Üm’n Hoek“ ab 1951 für ein paar Jahre wieder aufleben.

Etwa 15 Marktstände

Seine echte Wiedergeburt erfuhr der Clemensmarkt auf Initiative des Heimatvereins im Jahr 1989. Initiator war Hermann Lütke-Wissing. Beim damaligen Chef der Marktbeschicker, Fritz Lammers aus Heek, stieß er auf offene Ohren und der Krammarkt mit Grünkohlessen in den Gaststätten war geboren. Viele Jahre fand der Markt auf dem Kirmesplatz an der Ochtruper Straße / Achter de Stadt statt. Seit 2007 ist das bunte Markttreiben auf der historischen Ringburganlage. So auch am kommenden Montag.

Beim Heimatverein, im Hohen Haus und in der Kleinen Kneipe gibt es am frühen Morgen Frühstück. Zur gleichen Zeit öffnen die etwa 15 Marktstände zwischen der Pfarrkirche St. Peter und Paul und dem Hohen Haus ihre Pforten. Im Angebot sind verschiedenste Waren wie Textilien, Lederwaren, Töpfe, Pfannen, Fanartikel, Bekleidung, Kurzwaren, Kalender, Gewürze, Glückwunschkarten, Backwaren und erstmalig Feinkost wie Oliven und andere Leckereien.

Vereine und Institutionen aus dem Dinkelort bereichern das Marktgeschehen. Beim Stammtisch „Schütt Weg“ gibt es kalte Getränke, während der Kirchenchor traditionell Reibeplätzchen, Eierpunsch und Bücher im Angebot hat. Dabei besteht die Möglichkeit, die Festschrift „500 Jahre Allgemeiner Bürgerschützenverein Nienborg“ zu erwerben.

Knobeln für eine Mettwurst

Knobeln für eine Mettwurst heiß es beim Heimatverein. Der Lions-Club Nordwest-Münsterland hat seinen beliebten Adventskalender mit lukrativen Gewinnmöglichkeiten im Angebot. Über lokale und überörtliche Politik informiert die CDU Heek-Nienborg.

Beim Stand der St. Anna-Tagespflege gibt es Backmischungen, Hörnchen und Informationen zu der Einrichtung.

Mit Informationsständen präsentieren sich die Bürgerstiftung Heek/Nienborg und die Firma „anders bestatten“. Der Trägerverein der Landesburg Nienborg informiert die Besucher über den aktuellen Stand der Arbeiten in der ehemaligen Burgschänke. Erstmalig bereichern der „Roadstar Burger“ mit Burgern und Pommes-Frites vor der Alten Schule.

Auf dem gesamten Marktgelände gilt die 3G-Regel. Die Einhaltung der Corona-Bestimmungen wird stichprobenartig durch Mitarbeiter des Ordnungsamts kontrolliert.

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