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Unterstützung für Betonwerk Büscher in Heek

Aus Bauschutt wird Baumaterial

Heek

Das Betonwerk Büscher mit Sitz in Heek bekommt für ein Recycling-Projekt Unterstützung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das Unternehmen verfolgt mit dem Projekt das Ziel, die Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Beton zu erhöhen, indem erstmalig auch sehr kleinteilige gemischte Bauabfälle als Gesteinszusatz erprobt werden, um Fertigbauelemente zu entwickeln.

wn

Gaben den Startschuss für die innovative Erprobung, um feinkörnigen Bauschutt zur Herstellung von Fertigbausystemen einzusetzen (v.l.): Hans-Jürgen Büscher, Geschäftsführer Betonwerk Büscher, Hermann Stegink, Projektberater Betonwerk Büscher, Dr. Heinrich Bottermann, DBU-Generalsekretär, Jens Spahn, MdB, DBU-Kuratoriumsmitglied, Wolfgang Büscher, Geschäftsführer Betonwerk Büscher und Josef Feldmann, DBU-Justiziar. Foto: Lenz/DBU

Das Betonwerk Büscher mit Sitz in Heek bekommt für ein Recycling-Projekt Unterstützung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das Unternehmen verfolgt mit dem Projekt das Ziel, die Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Beton zu erhöhen, indem erstmalig auch sehr kleinteilige gemischte Bauabfälle als Gesteinszusatz erprobt werden, um Fertigbauelemente zu entwickeln. „Dadurch, dass wir das Material nachhaltig und effizient einsetzen, ist es möglich, Betonfertigteile sehr ressourcenschonend herzustellen. Unser Ziel sind nahezu schlüsselfertige Bausysteme“, erklärt Wolfgang Büscher, Inhaber des gleichnamigen Betonwerks.

„Fertigbauelemente aus Recycling-Beton sind nicht nur kostengünstiger, sondern auch umweltschonender“, erklärt der DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann, warum die Stiftung das Projekt fachlich und finanziell mit 124 800 Euro fördert. Denn für neuhergestellten Beton würden riesige Mengen an Kies und Schotter benötigt, der Abbau hinterlasse zerklüftete Gruben, die für die Natur erst wieder urbar gemacht werden müssten.

„Werden Wohn- und Geschäftshäuser abgerissen, fallen in Deutschland jährlich bis zu 58 Millionen Tonnen Bauschutt an. Damit ist dies die Hauptquelle für Abfälle aus Bau- und Abbrucharbeiten. Nur knapp Dreiviertel hiervon werden etwa für Recycling-Beton wiederverwertet. Doch wie kann die Recyclingrate erhöht werden?“, fragte Jens Spahn MdB und Kuratoriumsmitglied der DBU anlässlich der Übergabe des DBU-Bewilligungsschreibens zur Förderung des Projekts. Spahn weiter: „Um die natürliche Lebensgrundlage zu schonen und nicht nur Boden, sondern auch die Gewässer zu schützen, sind innovative Problemlöser gefragt.“

Mit Wolfgang Büscher hat die Stiftung offenbar einen solchen Problemlöser gefunden. Das Unternehmen will die technischen Voraussetzungen schaffen, um vermehrt Bau-Abfallstoffe anzuwenden.

„Vor Ort findet das Recycling und die Betonfertigteilherstellung unter einem Dach statt. Hierdurch kann nicht nur klimaschädliches Kohlendioxid durch entfallene Rohstoff- und Auslieferungstransporte eingespart werden, auch der Abbau von Kies und Schotter wird um etwa die Hälfte reduziert, wenn Recycling-Beton eingesetzt wird. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Kreislaufwirtschaft“, sagte Heinrich Bottermann über das Verfahren.

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