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Verwaltung soll Möglichkeit und Kosten prüfen

Bahndamm-Beleuchtung in Heek ist nicht so einfach

Heek

Rund einen Kilometer lang zieht sich der Bahndamm durch die Dinkelwiesen. Es ist der gern genutzte Verbindungsweg für Fußgänger und Radfahrer zwischen Bült und SVH-Sportzentrum, Zak oder Einkaufszentrum am Gabelpunkt. Was im Hellen reibungslos funktioniert, sieht nach Einbruch der Dämmerung anders aus. Dann wird es auf dem Damm duster.

tgo

Der Bahndamm ist ein gern genutzter Verbindungsweg, führt aber durch ein Naturschutzgebiet. Foto: Till Goerke

Weil Dunkelheit nachweislich bei vielen Menschen Unbehagen auslöst und auch die Sturzgefahr erhöht ist, hat jüngst das Dinkelbündnis im Ausschuss für Bauen und Planen einen Antrag eingebracht, der diese Situation ändern soll. Die Wählergruppe wünscht sich eine Ausleuchtung des Bahndamms. Falls das in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet möglich ist. „Es ist ein wichtiger Verbindungsweg“, stellte Tobias Neumann (DB) klar und fügte hinzu: „Wir wissen um die Thematik Naturschutz. Darum sollte man insektenfreundliches Licht nehmen, damit der Schutz gewahrt bleibt.“ Der Antrag stieß bei SPD- und CDU-Fraktion nicht auf Widerstand. Im Gegenteil. Christian Schubert (SPD) führte aus, dass man die Sache unterstützen wolle, aber zuvor sei eine rechtliche Prüfung dessen, was möglich ist, angebracht. Stichwort Naturschutzgebiet. Dem pflichtete Dr. Susanne Weilinghoff (CDU) bei: „Es ist ein wichtiger Verbindungsweg, aber eine Prüfung der Möglichkeiten ist wichtig.“

​Mal schnell ein paar Laternen aufstellen geht also nicht. Die Thematik ist wegen des Naturschutzes komplex. „Das ist auch rein technisch alles nicht ganz einfach“, stellte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff klar. Denn das Gelände am Bahndamm ist abschüssig. Eine mögliche Installation nicht mal eben so gemacht.

Auch ist es eine Frage der Kosten. Bei rund einem Kilometer Länge könnte da einiges anfallen. Das machte auch der Bürgermeister deutlich: „Das ist alles andere als eine kleine Maßnahme mit Blick auf die Kosten.“ „Sorgen“ mache er sich außerdem wegen des möglichen Eingriffs in das Naturschutzgebiet. „Fakt ist auch, dass niemand den Weg nachts nehmen muss. Es gibt genug Alternativen.“

Jetzt ist die Verwaltung gefordert. Die Lokalpolitik erteilte dieser einstimmig einen Prüfungsauftrag: Was ist erlaubt und möglich? Was würde das alles kosten? Auf Basis der Antworten soll dann Ende dieses Jahres entschieden werden, ob für die Maßnahme Mittel in den Haushalt 2022 eingestellt werden. Heißt also, dass es auf dem Damm auch noch mindestens in den kommenden Monaten zu nächtlicher Stunde dunkel bleiben wird.

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