Ina Doetkotte sorgt sich um ihre Nachfolge als Bufdi im Zak

Beste Entscheidung des Lebens

Heek

Der Abschied naht und fällt Ina Doetkotte aus Epe hörbar schwer: „Ich freue mich gar nicht, dass die Zeit vorbeigeht.“ Seit neun Monaten absolviert die 19-Jährige ihren Bundesfreiwilligendienst im Jugendhaus Zak.

Von Till Goerke

Auch wenn Corona vieles komplizierter als gewöhnlich gemacht hat: Ina Doetkotte wird aus ihrer Bufdi-Zeit viel mitnehmen. Foto: Till Goerke

Eine Zeit, die bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Auch, wenn wegen Corona vieles komplizierter als gewöhnlich war – und noch immer ist.

Vieles ist in Pandemie-Zeiten eben nicht machbar. Im Offenen Treff ein- und ausgehen wie es gefällt? Nicht möglich. Ausflüge und besondere Events? Keine Chance oder nur mit sehr strengen Auflagen. All das heißt auch weniger direkter Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen. Etwas, von dem die Arbeit im Zak eigentlich lebt.

Vieles online angeboten

​„Wir waren sehr kreativ, haben vieles online angeboten“, nimmt Ina Doetkotte die Situation so an, wie sie ist. Corona macht eben auch nicht vor der Kinder- und Jugendarbeit halt. Und trotz dieses Umstands hat sich die 19-Jährige im vergangenen Sommer ganz bewusst für den Schritt als „Bufdi“ im Zak entschieden.

Im Bundesfreiwilligendienst engagieren sich die „Bufdis“ für das Allgemeinwohl, insbesondere im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder aber im Bereich des Sports, der Integration und des Zivil- sowie Katastrophenschutzes. Dass Ina Doetkotte letztlich als „Bufdi“ im Zak landete, war aber ein Stück weit auch aus der Not heraus geboren.

​„Ich wusste nach dem Abitur noch nicht so recht, was ich machen sollte“, blickt die 19-Jährige zurück. Eine Freundin habe sie dann auf die Stelle im Zak aufmerksam gemacht. Kurzerhand habe sie eine Bewerbung an die Gemeinde geschickt. Nach einem „entspannten“ Bewerbungsgespräch im Zak war alles eingetütet.

„Es war mit die beste Entscheidung meines Lebens. Zum Glück habe ich noch ein paar Wochen“, stellt Ina Doetkotte klar.

Mitreden und mitentscheiden

Am 31. August endet ihre Zeit im Zak dann nach einem Jahr, in dem sie fester Bestandteil im Team um das Leiter-Duo Vera Eßeling und Fabian Walke war. ​Mitreden und mitentscheiden? Aber ja. „Bei uns muss keiner nur putzen oder Kaffee kochen. Wir sind ein Team, wir freuen uns über frische Ideen der Bufdis, die auf vieles noch mal einen ganz anderen Blick haben“, macht Vera Eßeling deutlich.

„Ich habe unheimlich viel gelernt und hier meinen Weg gefunden“, so die 19-Jährige. Und wie ernst sie das meint, zeigt sich an ihrer Entscheidung für ihr weiteres Leben: Nach dem BFD wird sie „Soziale Arbeit“ studieren.

Sorgen bereitet ihr allerdings noch ihre Nachfolge. Denn noch habe sich niemand gemeldet, der ab dem 1. September das Zak-Leiter-Duo unterstützen möchte. Ina Doetkotte: „Es wäre total schade, wenn die Stelle nicht besetzt werden würde.“

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