Beleuchtungskonzept

Burg Nienborg erstrahlt auch nachts

Nienborg

Besucher oder Anwohner, die sich zu fortgeschrittener Abendstunde oder früh morgens auf das Gelände der Burg begeben, haben die Testläufe wahrscheinlich bereits mitbekommen: Die im Rahmen des Beleuchtungskonzept erarbeitete Illumination der historischen Gebäude ist Wirklichkeit geworden. „Am Freitag wird alles scharfgeschaltet“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff.

Alex Piccin

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Sabine Nöldemann freuen sich, dass das Beleuchtungskonzept umgesetzt worden ist. Foto: Alex Piccin

Es steht dann ein letzter Probelauf vor dem Akademiefest am Samstag an. Die neuen Strahler werden zunächst zeitlich an die Straßenbeleuchtung gekoppelt. „Gegebenenfalls strahlen wir den Kirchturm die ganze Nacht an, wobei das beispielsweise zwischen 1 und 4 Uhr nicht nötig wäre“, sagt Sabine Nöldemann vom Fachbereich Planen, Bauen und Verkehr der Gemeinde Heek.

Die Strahler sind – wo nötig – in Absprache mit den privaten Eigentümern verbaut worden. „Da gab es keine Probleme“, versichert der Bürgermeister. Ihnen steht die Möglichkeit offen, die Beleuchtung über einen zentralen Übergabepunkt bei gewissen Anlässen abzuschalten. Dies dürfte aber selten der Fall sein, wenn es nach Helmut vom Hove vom Haus Keppelborg geht: „Die Beleuchtung ist toll, vor allem im Winter wird sie zur Geltung kommen, wenn die Tage kürzer werden.“

Das Lange Haus bzw. die Landesmusikakademie erhält eine Rundum-Beleuchtung sobald es dunkel wird. Foto: privat

Die Gemeinde stellt sich auf Anregungen aus der Bevölkerung ein und behält sich die Anpassung der Beleuchtungszeiten vor. Erste Tests hätten ergeben, dass die angestrahlten historischen Gebäude zum Teil auch von der Autobahn aus zu sehen seien.

Die Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes hat ein gutes Jahr gedauert, die Idee hingegen schlummerte bereits seit einigen Jahren. Längere Lieferzeiten der Materialien haben einerseits den Verzug verschuldet, andererseits sollte ein Großteil der veranschlagten 87 000 Euro aus Fördermitteln gestellt werden. Bis die Anträge reif sind, dauere es eine gewisse Zeit. Das Leader-Projekt unterstützt das Vorhaben mit einem Fördersatz über 65 Prozent. Die Gemeinde steuert die restlichen 30 500 Euro selbst bei.

„Dies ist ein weiterer Baustein zur Dorfentwicklung. Als nächstes steht ein Parkkonzept für das Burggelände an“, kündigt Weilinghoff Maßnahmen für Pkw-Stellplätze an.

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