Gemeinde will mit dreistelliger Summe das Wasserproblem lösen

Der Heeker Bikepark erhält eine Drainage

Heek

Der Bikepark am Jugendhaus Zak steht unter Wasser. Mit dem Bike über die Piste düsen? Seit Wochen undenkbar. Doch eine Lösung ist in Sicht. Auch, wenn diese kein Allheilmittel sein wird.

Till Goerke

Nicht genutzt werden kann derzeit der Bikepark. Durch das nicht ablaufende Regenwasser ist der Untergrund zu matschig. Foto: Till Goerke

Matschig, mit großen Pfützen übersät und schon seit etlichen Wochen gesperrt – der Bikepark am Jugendhaus Zak gibt ein trauriges Bild ab. Dabei liegt die Eröffnung noch gar nicht lange zurück. Ende September düsten die ersten Biker über die Piste. Das Regenwasser lief einfach nicht ab. Jetzt ist eine Lösung in Sicht.

Dass die Sache mit dem Wasser nicht von ungefähr kommt, liegt an zwei Umständen. Der Untergrund des L-förmigen Parcours‘ ist sumpfig. Einfach mal irgendwelchen Sand draufkippen, schied somit bei der Errichtung aus. Fieberhaft hatte die Gemeinde nach einem geeigneten Material gesucht und gefunden – bei einem Bauunternehmer aus der Region. Auf einen speziellen, steinfreien Lehmboden war die Wahl seinerzeit gefallen.

Das Problem: Lehm hat nicht die ausgewiesene Eigenschaft, wasserdurchlässig zu sein. Regnet es, wie zuletzt ausgiebig geschehen, dann bilden sich darauf große Pfützen, weil das Wasser auf dem Parcours nicht (gut) versickern kann. Diesen Umstand merkte auch die CDU-Fraktion im jüngsten Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus kritisch an.

„Natürlich widerspricht so ein kompaktes Material der Wasserdurchlässigkeit“, sagt Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung auf Nachfrage. Man müsse eben „Kompromisse eingehen“, fügt Bauamtsleiter Herbert Gausling hinzu.

Zum besseren Verständnis: Bei der Errichtung wurde eine „Polsterschicht“ auf dem sumpfigen Untergrund aufgetragen, auf die dann nach und nach der Rest des Lehmbodens kam und modelliert wurde. Nur so war das Projekt auf dem Untergrund überhaupt realisierbar. Eine Firma aus Warstein führte die Arbeiten aus. Dass jetzt das Wasser nicht abläuft, sei eben der „Kompromiss“.

In der Ausschussvorlage ist die Rede vom Einbau einer Drainage, dem Aufbringen eines Gefälles sowie dem Einarbeiten von Brechsand. Wobei Letzteres schon wieder fraglich ist. „Ein Untergrund mit zwei verschiedenen Stoffen ist deutlich schwieriger zu pflegen“, so Thorsten Meyer.

Die Drainage soll aber in jeden Fall kommen – in einer gemeinsamen Aktion des Bauhofes und der Jugendlichen in der ersten Osterferienwoche. Großer Pluspunkt ist, dass die anfallenden Kosten minimal sein sollen. Mit einer kleinen dreistelligen Summe sei die Sache erledigt, so der Bauamtsleiter. Läuft alles nach Plan, soll die Piste Anfang/Mitte April wieder freigegeben werden. Ob das tatsächlich nachhaltig hilft, wird sich noch zeigen müssen.

Übrigens: Unabhängig vom verwendeten Material muss der Bikepark bei schlechter Witterung in jedem Fall geschlossen werden – um Schäden am Untergrund zu vermeiden. Und genau deshalb könne auch nicht davon die Rede sein, dass der Bikepark gescheitert sei. „So ein Parcours kann einfach nicht 365 Tage im Jahr befahrbar sein“, stellt Thorsten Meyer klar.

Und damit ist auch die Überlegung vom Tisch, den Parcours ebenso wie das angrenzende Streetballfeld mit Flutlichtmasten auszustatten. „Die Investition ergebe keinen Sinn“, so Herbert Gausling. Nachvollziehbar, wenn der Bikepark ohnehin im Winter gesperrt wird. Pfützen hin oder her.

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