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Leprabasar am 13. und 14. November im Haus Hugenroth

Der Zeitgeist ändert sich ständig

Nienborg

Ursprünglich wollte Agnes Nacke ihre selbst gestrickten und gehäkelten Sachen nach Münster geben, damit sie von der dortigen Lepragruppe verkauft werden können. Aber dann dachte sie sich: „Was die in Münster können, das können wir hier auch.“

Von Bernd Schäfer

Martha Hesse (l.) Foto: Rupert Joemann

So erinnert sich Martha Hesse an die Geburtsstunde des Lepramarkts im Jahr 1977. Sie selbst war damals noch eine junge Frau und half ihrer Mutter Agnes beim Aufbau des Markts. Doch schon kurz danach begann sie selbst, Textilien zu handarbeiten. Und weitere Helferinnen zu akquirieren – etwa ihre Cousine Rita Heying, die genau wie sie seit der zweiten Auflage des Markts zum festen Kern der neunköpfigen Handarbeitsgruppe gehört, die sich das ganze Jahr durch alle 14 Tage trifft, um gemeinsam an den Kreationen für den jeweils nächsten Markt zu arbeiten. Dazu kommen noch einmal rund zehn Frauen, die in den Wochen vor dem Lepramarkt basteln und backen.

Samstag und Sonntag geöffnet

„Jede macht das, was sie gerne macht“, sagt Martha Hesse. „Dann kommen viele verschiedene Sachen zusammen.“ Damit die Sachen auch wirklich immer wieder neu und anders sind, haben die Frauen der Lepragruppe ein festes Prinzip: Sachen, die in einem Jahr nicht verkauft werden, kommen im nächsten Jahr noch einmal auf den Verkaufstisch im Haus Hugenroth. Gehen sie dann immer noch nicht weg, müssen sie Platz für Neues machen.

Denn schließlich ändern sich auch modische Vorstellungen. „Der Zeitgeist ändert sich ständig, das macht es auch für uns so interessant“, sagt Rita Heying. Und Hedwig Kösters ergänzt: „Sich immer umzusehen, was man machen kann, hält einen fit.“

Der Leprabasar im Haus Hugenroth ist am Samstag von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag (14. November) von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Kaffee gibt es nur am Samstag und auch nur im Zelt, für den Einlass gilt die 2G-Regel.

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