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Kriminalitätsstatistik für Heek

Diebstahl macht mehr als jede dritte Straftat aus

Heek

Die Kriminalitätsstatistik 2020 für Heek ist ambivalent. Insgesamt mehr Straftaten als im Vorjahr, mehr Sexualdelikte, mehr Wohnungseinbrüche sowie mehr Vermögens- und Fälschungsdelikte. Aber: Es gab auch deutlich weniger Gewaltkriminalität.

tgo

Zwölf Mal sind Einbrecher im vergangenen Jahr in Heek in Wohnungen eingebrochen. Foto: dpa

310 Straftaten registrierte die Kreispolizei im vergangenen Jahr in der Dinkelgemeinde. Das sind 16 mehr als im Vorjahr. Ein Zuwachs von 5,4 Prozent. 115 Fälle fallen in die Kategorie Diebstahl. Das sind sechs Fälle mehr als 2019. Aber die Fahrraddiebstähle sind deutlich zurückgegangen. Waren es 2019 noch 41 Fälle, fiel die Zahl 2020 auf 29.

​Im Kreis Borken beobachtet die Polizei seit Jahren einen Rückgang der Fahrraddiebstähle. Das liegt auch daran, weil viele Bürger auf Pedelecs umgestiegen sind und diese besser sichern. Die Folge: Die Zahl der Fälle sinkt, die Schadenshöhe dagegen steigt.

Der Anstieg der Gesamtstraftaten in Heek ist eine Entwicklung entgegen des Trends im Kreis Borken: In elf von 17 Kommunen ist die Zahl der Straftaten gesunken. Im Kreis wurden 19 570 Straftaten bekannt. Die Aufklärungsquote lag bei 54,7 Prozent.

​Neun Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stehen in der Heeker Statistik. Das sind zwei mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote betrug 2020 88,9 Prozent (2019: 100 Prozent).

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten gab es mehr als eine Verdopplung. Von 17 Fällen 2019 ging es auf 50 Fälle hoch. Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von 194,1 Prozent. Rückläufig waren hingegen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. 19 solcher Taten führt die Polizei in der Heeker Statistik an. Das sind drei Fälle weniger als 2019.

​Die Aufklärungsquote ist mit knapp 90 Prozent sehr hoch. Das ist in dieser Kategorie häufig so, denn Drogendelikte fallen meist bei Kontrollen im Straßenverkehr auf, sodass es direkt auch Tatverdächtige gibt. Deutlich schlechter ist die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen in Heek.

Nur jeder vierte Einbruch wurde 2020 aufgeklärt. Insgesamt gab es zwölf Wohnungseinbrüche. Im Vergleich zum Vorjahr ein Fall mehr. Deutschlandweit ist die Zahl in vielen Kommunen wegen der Corona-Pandemie gesunken. Durch Lockdown und Home-Office haben die Menschen mehr Zeit zu Hause verbracht. Das schreckte vielerorts Einbrecher ab.

​Um einen Vergleich zwischen den Kommunen ziehen zu können, gibt die Polizei die Kriminalitätshäufigkeitszahl an. Diese setzt die Zahl der Straftaten ins Verhältnis zur Einwohnerzahl. Wenn Heek also 100 000 Einwohner hätte, wären es im vergangenen Jahr rechnerisch 3583 Straftaten gewesen. Ein Plus von 185 Fällen im Vergleich zu 2019.

Mit diesem Wert steht die Dinkelgemeinde auf Platz zwölf von 17 Kommunen im Kreis Borken.

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