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Toller Empfang an der Kirche

Ein ganzer Ort verzaubert von Sankt Nikolaus

Heek-Nienborg

Einen großartigen Empfang bereiteten die Nienborger und zahlreiche Gäste Sankt Nikolaus, Knecht Ruprecht und dem Gefolge am Samstagnachmittag.

Martin Mensing

Auf dem Festplatz hinter der Pfarrkirche St. Peter und Paul bestiegen St. Nikolaus und Knecht Ruprecht die Bühne vor der Nienborger Kulissenwand Foto: Martin Mensing

Einen großartigen Empfang bereiteten die Nienborger und zahlreiche Gäste Sankt Nikolaus, Knecht Ruprecht und dem Gefolge am Samstagnachmittag. Ein ganz besonderer Tag war es für André Büning, der in diesem Jahr das Amt des Hauptnikolauses bekleidete. „Ich habe immer mal damit gerechnet, als es dann soweit war, war ich schon ziemlich überrascht. Jetzt freue ich mich sehr auf die Aufgabe“, sagte Andre Büning kurz vor seinem ehrenvollen Auftritt.

Seit zwölf Jahren ist er im Nikolausverein aktiv und setzt sich für die Brauchtumspflege ein. Begonnen hat er als Pferdeführer, später war er bei den Hausbesuchen als Ruprecht dabei. Auf dem wunderschönen Schimmel ritt er in diesem Jahr mit seinem Knecht Ruprecht (Markus Reinders) und dem Gefolge in der Kutsche – aus den Tiefen der Bauerschaft Callenbeck kommend – in den Ort ein.

Von vielen kleinen und großen, jungen und alten Menschen wurde das Team sehnlichst erwartet. Die Umzugsteilnehmer freuten sich über die musikalische Umrahmung durch den Musikverein Nienborg. Für die Zugsicherung sorgten Ortspolizist Matthias Matlik und die Mitglieder der Feuerwehr Nienborg. Auch André Büning ist Feuerwehrkamerad und war bei Nikolaus­umzügen in früheren Jahren in seiner Feuerwehruniform dabei. Auf dem Festplatz hinter der Pfarrkirche St. Peter und Paul bestiegen Nikolaus und Knecht Ruprecht die Bühne vor der Nienborger Kulissenwand. Willi Büning, erster Vorsitzender der Nikolausgesellschaft, dankte dem Nikolaus und dem Ruprecht, dass sie trotz starkem Wind in Nienborg zu Gast waren. „Wir sind stolz, dass wir auch in diesem Jahr wieder die Vorbereitungen für das Nikolausfest treffen durften. Wir hoffen, dass wir das auch noch viele Jahre machen dürfen und ihr uns weiterhin mit euren Besuch erfreut“, sagte Willi Büning bei der Begrüßung.

„Was wäre ein Nikolaus­umzug ohne das Lied Nikolaus komm in unser Haus“, dankte stellvertretender Bürgermeister Hermann Mers dem Musikverein für die musikalische Begleitung. Sein besonderer Dank galt der Nikolausgesellschaft für die Organisation und Durchführung des Umzuges und für die Hausbesuche. „Wir wollen dankbar sein, dass du hier im Schatten der Kirche bei uns bist“, freute sich Pater Joy Madassery über den Besuch des Nikolauses, einem richtigen Bischof mit Bischofsgewand, Bischofsstab und Bischofsmütze.

Die begeisterten Kindergartenkinder trugen Lieder und Gedichte vor. In seiner Ansprache hob Nikolaus die in Nienborg herrschende Nächstenliebe, Geborgenheit und friedliche Gemeinschaft hervor. „Es in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, anderen eine Freude zu machen“, sagte er und erwähnte, dass in vielen Teilen der Welt aktuell Angst, Terror und Gewalt herrscht. An die Kinder richtete er den Wunsch, in den Tagen vor Weihnachten einmal an die Kinder zu denken, denen es nicht so gut gehe. Unzählige Hände schüttelten Nikolaus und Knecht Ruprecht im Anschluss. Danach besuchten die Nikolaushelfer in den Bezirken alle Haushalte. Mit seinem Bruder Marcel Büning war Andre Büning als Nikolaus im Bezirk Ochtruper Straße und Winkelsöring unterwegs. Bevor Nikolaus in Nienborg zu Gast war, besuchte er die aus Nienborg stammenden Bewohner im Altenheim in Heek.

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