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Verbreitung soll nicht so stark wie im vergangenen Jahr sein

Erste Nester sind schon aufgetaucht

Hek/Nienborg

Lange wirkte die kühle Witterung als Bremse. Doch mit steigenden Temperaturen sowie dem Mix aus Sonne und Wind beginnt die Saison des Eichenprozessionsspinners. Erste Nester der Giftraupen sind jetzt auch in Heek aufgetaucht.

Till Goerke

Die Nestbau-Saison beginnt gerade erst, die Gemeinde ist aber zuversichtlich, dass sich die Gegenmaßnahmen bemerkbar machen Foto: tgo

Deshalb heißt es wieder, die Augen offen zu halten, denn die Brennhaare der Giftraupe können bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen auslösen.

Darum gilt es ab jetzt im Bereich von Eichen genau hinzuschauen und im Fall der Fälle Nester der Gemeindeverwaltung zu melden. Dies kann, wie Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer mitteilt, unter

 02568 93000, per E-Mail an info@heek.de oder über die Heek-App und den Mängelmelder erfolgen.

​Das haben bereits einige Heeker gemacht. „In dieser Woche wurden erstmals zwei Nester gemeldet“, so die Ordnungsamtsleiterin.

30 000 Euro für die Bekämpfung

Und die Prognose – rechnet die Gemeinde dieses Jahr mit weiteren Fällen? „Ja, wir rechnen damit, aber nicht in dem Umfang wie in den vergangenen Jahren“, so Doris Reufer.

Dabei wird auch eine Rolle spielen, dass sich die Gemeinde die Bekämpfung der Giftraupe einiges kosten lässt. 30 000 Euro sind im diesjährigen Haushalt dafür eingestellt. ​

Übrigens setzt Heek auf einen Abwehrmix aus Bioziden (Prävention), Absaugen oder Nistkästen. Die Beutelfallen kommen dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz. Sie haben sich im vergangenen Jahr nicht bewährt.

Das Absaugen von Nestern durch Spezialfirmen könnte in Heek je nach Entwicklung des Giftraupenbefalls hingegen in diesem Jahr erneut gefragt sein. Doch klar ist auch: Überall kann die Gemeinde nicht aktiv werden. Letztlich ist alles eine Frage der Kosten.

Dazu erklärt die Ordnungsamtsleiterin: „Im Innenbereich und gegebenenfalls auch im Außenbereich, an jeweils stark frequentierten Bereichen, werden Maßnahmen durchgeführt.“

Das seien aber jeweils Einzelfallentscheidungen. Und: Für befallene Bäume auf Privatgrundstücken sei stets der Eigentümer und nicht die Gemeinde verantwortlich.

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