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Weitere Photovoltaik-Anlage fürs Klärwerk?

Gemeinde soll Vorbild sein

Heek

Ein Anstoß für den Klimaschutz in der Gemeinde kam jüngst von der CDU-Fraktion: „Photovoltaik ist ein großes Thema. Die Gemeinde sollte dabei ein Vorbild für alle Bürger sein“, führte Thomas Söbbing (CDU) im jüngsten Ausschuss für Bauen und Planen aus.

tgo

Die Errichtung einer weiteren Photovoltaikanlage könnte die Betriebskosten des Klärwerks weiter senken. Foto: Markus Gehring

Die Idee dahinter: Im ersten Schritt wird eine PV-Anlage auf einem weiteren Hallendach an der Kläranlage installiert. In Schritt zwei soll die Verwaltung gemeindeeigenen Dachflächen auf deren Potenzial für den PV-Ausbau untersuchen.

​Das Ganze vor dem Hintergrund, dass es ja nun möglich sei, dass aufgrund verbesserter Technik und geänderter Rahmenbedingungen eine Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen auch an bisher als ungeeignet angesehenen Standorten gegeben sein könnte.

Ein Vorstoß, den sowohl Dinkelbündnis als auch SPD begrüßten. Allerdings nicht ohne anzumerken, dass für die Errichtung einer PV-Anlage am Klärwerk eine Wirtschaftlichkeitsrechnung notwendig sei um zu ermitteln, ob sich die Anlage dort überhaupt rentiert.

Alle Dachflächen untersuchen

​Dazu führte die Verwaltung aus, dass das Klärwerk mit rund 300 000 Kilowattstunden im Jahr einen hohen Stromverbrauch hat. Rund 25 000 Kilowattstunden, sprich rund zehn Prozent, könne die Solaranlage pro Jahr erzeugen – und so natürlich die Betriebskosten senken. „Unser Klimaschutzmanager hält das für lohnenswert“, sagte dazu Bauamtsleiter Herbert Gausling in der Sitzung.

Mit Blick auf eine Untersuchung aller Dachflächen im Gemeindebesitz auf ihr PV-Potenzial merkte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff an: „Die Prüfung macht Sinn. Unser Klimaschutzmanager weiß, dass das mal Thema wird.“ Wichtig sei dabei jedoch, die Wirtschaftlichkeit stets im Auge zu behalten.

Muss ein Dach etwa erst statisch nachgebessert werden, damit es eine Photovoltaik-Anlage trägt, kann die Rechnung auch ganz schnell ins Minus gehen. Zunächst mal einigten sich die Ausschussmitglieder einstimmig darauf, 35 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um dann im Fall einer positiven Wirtschaftlichkeitsrechnung Mittel zur Verfügung zu haben, tatsächlich eine Photovoltaik-Anlage auf einem weiteren Hallendach am Klärwerk errichten lassen zu können.

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