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Zwischen Pfingstfeld und Stroot soll ein riesiges Neubaugebiet entstehen

Großprojekt auf der grünen Wiese

Heek

Noch ist auf der Fläche zwischen Ahauser Damm, Stroot und Ammelner Straße nichts weiter zu sehen als jede Menge Grün. Vier der insgesamt zehn Hektar Fläche hat die Gemeinde bereits erworben, weitere Gespräche laufen: Zwischen Pfingstfeld und Stroot soll ein riesiges Neubaugebiet mit knapp 200 Wohneinheiten entstehen.

Till Goerke

In dem neuen Wohngebiet sollen den ersten Plänen nach rund 200 Wohneinheiten entstehen. Geplant ist die Bebauung mit Mehr-, Doppel- und Einfamilienhäusern. Foto: Gemeinde Heek

Aktuell sind die Planungen für eines der größten Projekte der jüngeren Gemeindegeschichte nur ein grober Vorentwurf. Politische Diskussionen zu den Details gab es noch nicht. Aber: ​Ein Aufstellungsbeschluss für die Änderungen des Flächennutzungsplans wurde bereits gefasst.

Die Gesamtplanung ist in drei Bauabschnitte eingeteilt. So ist eine schrittweise Erschließung möglich, falls sich Gespräche mit Grundstückseigentümern kompliziert gestalten sollten. Sollte es der Verwaltung gelingen, noch Flächen westlich des Wirtschaftswegs Pfingstfeld zu kaufen, dann könnte die Zahl der Baugrundstücke noch einmal deutlich erhöht werden.

​Denn dann könnte das geplante Regenrückhaltebecken auf eben jene Fläche ausgelagert werden, sodass auf der Zehn-Hektar-Fläche mehr Baugrund zur Verfügung steht. Gespräche mit einem Grundstückseigentümer laufen bereits. Im ersten Bauabschnitt sollen sieben Mehrfamilienhäuser mit vier bis sechs Wohneinheiten, zehn Reihen- oder Doppelhäuser und 34 Einfamilienhäuser entstehen. Im zweiten vier Mehrfamilien-, sechs Reihen- oder Doppelhäuser sowie 19 Einfamilienhäuser. Im dritten Bauabschnitt könnten dann noch sieben Mehrfamilien-, zehn Doppel- und 25 Einfamilienhäuser hinzukommen.

Große Durchmischung angestrebt

Die unterschiedliche Art der Bebauung sei bewusst so gewählt. „Wir streben eine große Durchmischung in dem Quartier an“, erläuterte Sabine Nöldemann von der Gemeindeverwaltung im jüngsten Ausschuss für Bauen und Planen. Es soll möglich sein, sich im Lauf des Lebens wohnungsmäßig zu vergrößern oder zu verkleinern, ohne dafür das Quartier verlassen zu müssen.

Zur geplanten Dimension des Baugebiets stellte Sabine Nöldemann klar: „Wie haben einfach Bedarf an Wohnraum in Heek.“

Die Straßen sind in der Planung mit 8,50 Metern breiter als im Baugebiet Strothbach. ​Das Baugebiet soll zudem von einem Grüngürtel mit Fußweg durchzogen sein.

Vier Zufahrtsmöglichkeiten

Das geplante Regenrückhaltebecken liegt am westlichen Rand und soll durch einen Fuß- und Radweg sowie Begrünung aufgewertet werden. Ebenso sollen die einzelnen Wendehämmer durch Fußwege miteinander verbunden werden. Geplant sind derzeit vier Zufahrtsmöglichkeiten, davon eine vom Ahauser Damm und drei zur K 45. Ob diese tatsächlich alle realisiert werden können, muss die Verwaltung mit dem Kreis Borken als Straßenbaulastträger klären. ​

Auch mit Blick auf den Klimaschutz gibt es bereits erste Gestaltungsideen, zu denen auch geplante Festsetzungen gehören sollen: Ein Verbot von Schottergärten – auch in den Vorgärten, der Straßenendausbau mit hellem Betonstein, Vorgaben zur maximalen Versieglungsfläche sowie zur Bepflanzung. Geheizt werden soll über ein Nahwärmenetz; Bungalows sollen als Bebauungsform ausgeschlossen werden.

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