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Rat gibt grünes Licht für 30 000-Euro-Subvention

Heek-Gutscheine diesmal nur digital

Heek

Der subventionierte Heek-Gutschein wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie verlängert. 30 000 Euro stellt die Gemeinde dafür zur Verfügung. Der Rat hat jetzt grünes Licht gegeben.

tgo

Dabei wird an Bewährtem festgehalten. Auch, weil nicht alle Ideen ohne weiteres umsetzbar sind.

In einer Videokonferenz am 11. März hat die Gemeindeverwaltung mit dem Vorstand des Gewerbevereins Heek-Nienborg über die Modalitäten beraten. Nachfolgend die zentralen Aspekte dieser Beratung:

  • - Nur digital lesbare Gutscheine mit QR-Code werden ausgegeben.
  • - Der Startzeitpunkt steht noch nicht fest. Er so aber so schnell wie möglich erfolgen.
  • - Bis Ende des Jahres sollen die subventionierten Gutscheine gültig sein.
  • - Die Stückelung: 20 Euro plus fünf Euro Bonus, 40 Euro plus zehn Euro Bonus, 100 Euro plus 25 Euro Bonus.
  • - Verkauf nur an Einwohner der Gemeinde Heek: Stand jetzt unwahrscheinlich.
  • - Beratung durch Gewerbeverein und Tobit-Software (Ahaus)
  • - Gewerbetreibende können jederzeit einsteigen.

Noch Diskussionsbedarf

  • Ganz ohne Diskussion ging es im Gemeinderat dann aber doch nicht vonstatten. Zentraler Aspekt der Diskussion: Die ausschließliche Ausgabe der Gutscheine an Heekerinnen und Heeker, die von der SPD-Fraktion befürwortet wird. So soll gewährleistet werden, dass das Geld zwei Seiten zugutekommt: Den örtlichen Gewerbetreibenden und zugleich wirtschaftlich schwächeren Heekern.

„Wir erwarten da eine Nachbesserung“, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hermann-Josef Schepers klar. Die Verwaltung nahm die Anregung mit auf, aber Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff machte deutlich: „Das würde einen erhöhten bürokratischen Aufwand nach sich ziehen.“ Zudem sei die Umsetzung bei der angestrebten rein digitalen Variante kaum umsetzbar.

„Aktion ist sehr zielgerichtet.“

Denn bei einer Ausgabe nur an Heeker müsste schließlich jedes Mal die Meldeadresse des Käufers überprüft werden. Was bei einer analogen Ausgabe etwa in den örtlichen Geldinstituten noch machbar wäre, wegen Corona aber wenig sinnvoll erscheint, ist bei der digitalen Ausgabe nur mit erheblichem Mehraufwand möglich. Auch ist die Frage, ob überhaupt Auswärtige ein Interesse an subventionierten Heek-Gutscheinen hätten. Daten dazu gibt es laut Verwaltung zwar nicht, aber der Bürgermeister ist sich sicher: „Die Aktion ist schon sehr zielgerichtet.“

Die jetzt eingesetzten 30 000 Euro waren für die Gewerbeschau eingeplant. Diese musste wegen der Pandemie zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden. Der Gewerbeverein hatte mit einem Schreiben Verwaltung und Lokalpolitik schon vor Wochen um finanzielle Unterstützung gebeten.

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