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Sanierungsarbeiten beginnen am Montag (27. April)

L 573 wird in Nienborg für Autos voll gesperrt

Nienborg

In wenigen Tagen wird für Autofahrer kein Durchkommen mehr sein. Die Nienborger Straße (L 573) zwischen dem Ortseingang Nienborg und dem Kreisverkehr Gabelpunkt wird ab Montag (27. April) für knapp drei Monate saniert. Vollsperrung und Entschärfung des Kreuzungsbereiches mit der Bischof-Hermann-Straße inklusive. Dabei war Ersteres zunächst gar nicht angedacht.

Till Goerke

Derzeit kann die L 573 zwischen dem Kreisverkehr am Gabelpunkt und Nienborg noch von Autos befahren werden. Ab dem kommenden Montag ist die Landesstraße dann für rund drei Monate gesperrt. Foto: Markus Gehring

Dass die Sanierung der Fahrbahn sowie der beidseitigen Rad- und Gehwege dringend nötig ist, zeigt sich auf den ersten Blick. Uneben, holprig und eine arg ramponierte Asphaltschicht machen besonders das Fahrradfahren nicht gerade zu einem Vergnügen.

„Darum sind wir froh, dass die Sache jetzt umfassend angegangen wird. Das alles wird einen großen Mehrwert für die Gemeinde haben“, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Die Umleitung erfolgt über die L 574, Eper- und Hauptstraße und wird ausgeschildert.

Die Straße Am Dinkelstadion bleibt jederzeit erreichbar. Für die Fuß- und Radwege gilt: Es soll so gearbeitet werden, dass immer eine Seite zwischen dem Kreisverkehr und der Donaugraben-Brücke nutzbar bleibt.

Das Gute aus Sicht der Gemeinde: Die Haushaltskasse wird nicht belastet. Die Ausbesserungsarbeiten in Höhe von rund 600 000 Euro zahlt der Landesbetrieb Straßen-NRW.

Und damit hängt auch die Vollsperrung zusammen. Während der Ausschreibung war der Landesbetrieb noch vorsichtig davon ausgegangen, dass die Arbeiten eventuell ohne eine solche auskommen könnten. Doch die Maschinen, die jetzt zum Einsatz kommen, lassen aufgrund ihrer Größe keinen Spielraum.​ Der Abstand zwischen den Maschinen und einer für den Autoverkehr geöffneten Fahrbahn wäre schlicht zu gering.

Folgende Arbeiten stehen an: Sanierung der Fahrbahn, Erneuerung der Asphaltschichten beider Radwege, Betonsanierungsarbeiten und Erneuerung der Geländer beider Brücken (Donaugraben und Dinkel), Behebung von Straßenschäden zwischen Stadthagen und Steinweg und Entschärfung des Kreuzungsbereichs mit der Bischof-Hermann-Straße besonders für Radfahrer (unter anderem Einfädlungsstreifen, Stop-Schild, Haltelinie).

Gerade der letzte Punkt war in den vergangenen Monaten nicht nur einmal Thema in der Lokalpolitik. Die SPD-Ortsfraktion forderte bereits in einem Antrag vom 28. Februar 2019 eine Lösung, „um die Verkehrssicherheit in diesem, besonders kritischen Bereich zu entschärfen“.

​Statistisch gesehen ist diese Stelle zwar kein Unfallschwerpunkt, aber für etliche Irritationen sorgt die T-Kreuzung wegen der auf den ersten Blick nicht eindeutigen Verkehrsführung dennoch immer wieder.

Zeitweilig hatte die Gemeinde mit dem Gedanken gespielt, die Ausbesserung der Radwege selbst vorzunehmen. Denn diese spielen im politisch beschlossenem Klimaschutzkonzept eine tragende Rolle. Da Straßen-NRW die Maßnahmen jedoch im angekündigten Zeitrahmen umsetzt, ist dieser Gedanke vom Tisch.

Die Gemeinde behält sich vor, kleinere Maßnahmen eventuell im Zuge der Arbeiten auch selbst anzugehen. So könnte das Verlegen von Leerrohren durchaus Sinn ergeben.

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