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RW Nienborg hat 400 Arbeitsstunden in die Aufwertung des Stadions eingebracht

Spielfeld ist bereit für die Zukunft

Nienborg

Jetzt liegt sie vor, die Abschlussrechnung für die Errichtung der Flutlichtanlage bei RW Nienborg auf dem vierten Spielfeld. Inklusive einiger Zusatzarbeiten, die aus Gründen der Weitsicht gleich mit erledigt wurden, übersteigt diese jedoch den von der Gemeinde aufgestellten Kostenrahmen deutlich.

Till Goerke

Die Flutlichtanlage für den Nienborger Sportplatz ist deutlich teurer geworden als geplant – dafür wurden sechs statt vier Masten gebaut und eine Bewässerungsanlage vorbereitet. Foto: RW Nienborg

30 000 Euro hatte die Gemeinde im Haushalt 2019 außerplanmäßig für die Errichtung der Flutlichtanlage zur Verfügung gestellt. Doch geworden sind es am Ende knapp 49 000 Euro.

Ein Grund dafür ist, dass der Verein von der ursprünglichen Planung abgewichen ist und statt auf vier Flutlichtmasten auf eine Anlage mit sechs Masten gesetzt hat. „Um eine optimalere Beleuchtungssituation auf dem gesamten Spielfeld zu schaffen“, wie der Vorsitzende Martin Mensing erklärt.

Weitsichtig und wirtschaftlich sinnvoll

Zudem investierte der Verein viel Aufwand in die Optimierung der Qualität des Rasens. Und dazu gehört auch eine ausreichende Bewässerung. Und da für die Errichtung der Flutlichtanlage ohnehin die Installationsgräben für die Kabelverlegung geöffnet waren, wurden kurzerhand auch die für die Bewässerung notwendigen Wasserschläuche eingebracht. ​Als „weitsichtiges und wirtschaftlich sinnvolles Vorgehen“ bezeichnet das der Vorsitzende. „Wir wollten auf dem Spielfeld alles fertig haben und nicht irgendwann da noch mal ran müssen.“ Gut 2500 Euro extra fielen dafür an.

Martin Mensing

Und dass die Kosten durch sechs statt vier Flutlichtmasten ebenfalls gestiegen sind, liegt auf der Hand. Doch Streit mit der Gemeinde gibt es deswegen nicht. Im Gegenteil. Denn der Verein trägt die Mehrkosten von knapp 19 000 Euro komplett selbst.

​Keine kleine Summe für einen Verein der Größenordnung von RW Nienborg, doch der Verein hat Rücklagen und ein gutes Sponsoring. „Wenn wir das Geld nicht hätten, wäre das auch so nicht möglich gewesen“, sagt Martin Mensing. Alleine 5000 Euro der Überschusssumme deckt RWN durch eine Crowdfunding-Aktion bei einem örtlichen Geldinstitut.

Martin Mensing

Sehr beachtlich sind auch die vielen Arbeitsstunden, die etliche Helfer in den vergangenen Monaten bis zur Inbetriebnahme der Anlage investiert haben. So übernahm der Verein beispielsweise die kompletten Erdarbeiten. Auf rund 400 Arbeitsstunden beziffert Martin Mensing das Pensum. Dies war übrigens Teil der Vereinbarung mit der Gemeinde, um die Kosten nicht noch weiter in die Höhe zu treiben.

Bei einem fiktiven Stundenlohn von 15 Euro wurden durch die Arbeiten in Eigenregie 6000 Euro eingespart.

„Mich macht es unglaublich stolz, was wir hier im Verein als Gemeinschaft geschafft haben. Das zeichnet unseren Verein auch einfach aus“, spart der Vorsitzende nicht mit Lob für die ehrenamtlichen Helfer. „Klasse war auch, dass viele auf mich zugekommen sind und ihre Hilfe angeboten haben.“

Jetzt fehlen auf Platz vier nur noch die Ballfangzäune. Ende September sollen diese laut Planung installiert sein. „Und dann sind wir richtig froh, dieses Projekt gemeistert zu haben.“

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