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Vermarktung des Baugebiets Hofstätte/Sanderskamp wird noch etwas dauern

Startschuss hängt von vielen Faktoren ab

Nienborg

Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Rund 30 Bewerber kommen derzeit auf ein Baugrundstück in Nienborg. Die Rufe nach neuen Flächen werden unter den Bauwilligen immer lauter.

Bis sich die Kräne auf den Baustellen des neuen Baugebiets drehen wird es noch etwas dauern. Zuvor sind noch einige Dinge zu klären, auf die die Gemeinde nicht immer Einfluss hat. Foto: Martin Mensing

Dabei sind die Planungen im Ortsteil schon weit vorangeschritten. Das wird aber erst auf den zweiten Blick deutlich.

Das Baugebiet Hofstätte/Sanderskamp soll erweitert werden. Darum kauft die Gemeinde schon seit geraumer Zeit Flächen an. Alleine in den zurückliegenden zwei Jahren seien diverse Grundstücke dazugekommen, sagt Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Bislang rund zehn Hektar. „Wir haben also schon ordentlich Flächen und sind auch in guten Gesprächen.“

Vorteil für die Gemeinde: Der Start für die Erweiterung könnte bei einer zusammenhängenden Fläche von beiden Seiten aus erfolgen – von der bestehenden Bebauung und von der Meteler Straße aus. Der Startschuss dafür hänge von vielen Faktoren, auf die die Gemeinde nicht immer Einfluss habe, ab, heißt es aus der Verwaltung. Dem Argument folgten CDU- und SPD-Fraktion in der jüngsten Ratssitzung, als sie den Antrag des Dinkelbündnisses ablehnten, in dem eine Machbarkeitsstudie mit detailliertem Zeit- und Mengenplan eingefordert wurde.

Verhandlungen „weit vorangeschritten“

​„Wie soll das funktionieren?“, fragte der Bürgermeister während der Sitzung. Da wäre etwa das notwendige Umweltgutachten: Das erwartet die Verwaltung Ende des Jahres. Auch das für die Erweiterung zwingend notwendige Regenrückhaltebecken ist noch nicht abschließend geplant. Aber: Die Verhandlungen seien „weit vorangeschritten“. Ebenfalls, so erklärt es der Bürgermeister, mache es wirtschaftlich Sinn, bei der Erschließung Flächen zu bündeln. Es mache wenig Sinn, die für die Erschließung notwendigen Firmen zwei- oder mehrmals anrücken zu lassen. Alles in einem Rutsch rechne sich besser. „Es geht uns ja darum, die Grundstücke zu einem vernünftigen Preis anbieten zu können“, macht der Bürgermeister deutlich.

Schließlich gibt die Gemeinde die Kosten des Flächenankaufs sowie der Erschließung an die späteren Häuslebauer weiter. Übersteige der Kaufpreis pro Quadratmeter dann das ortsübliche Preisniveau um ein Vielfaches, sei auch niemandem geholfen. „Es soll schließlich für Bauwillige eine realistische Chance geben, sich bei uns in der Gemeinde den Wunsch zu erfüllen.“

Etwa 200 Grundstücke

​Für wie viele Bauwillige es auf dem Areal einst ein Plätzchen geben wird, steht ohnehin noch nicht fest. Das ist abhängig davon, auf welche Art von zugelassener Bebauung sich Politik und Verwaltung verständigen. Bungalowsiedlung? Einfamilienhäuser? Reihenhäuser? Oder eine Mischung?

Immerhin gibt es eine grobe Schätzung. Zurückhaltend nennt Franz-Josef Weilinghoff die Zahl 200. Allerdings nicht auf einen Schlag, sondern verteilt über die nächsten zehn Jahre. Zuvor muss auch auf politischer Ebene noch einiges geklärt werden. Vielleicht könnte dann in zwei Jahren die erste Baustraße angelegt werden.

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