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Klimaschutzpreis

Vergabe über Umwege

Heek

Kurz vor knapp sind doch noch ein paar Bewerbungen eingegangen, für den Heeker Klimaschutzpreis. Über den Sieger war die Politik sich auch schnell einig, aber nicht über den Zweitplatzierten.

Von Till Goerke

Im St.-Johannes-Kindergarten wird Klimaschutz im Kitaalltag gelebt. Foto: Markus Gehring

Ein Schlussspurt rettete den Klimaschutzpreis in diesem Jahr noch so gerade in die Vergabephase. Kurz vor der Deadline trudelten im Heeker Rathaus noch einige Bewerbungen ein. Immerhin deutlich mehr als im Vorjahr. Doch vergeben wurde der Preis nicht direkt. Es ging über einen Umweg.

Die Auszeichnung wird in Heek seit vielen Jahren verliehen. Zusammen mit der Westenergie AG lobt die Verwaltung den mit 1000 Euro dotierten Preis für gemeinnützige und öffentlich zugängliche Projekte im Sinne des Klima- und Umweltschutzes aus.

Lokalpolitiker lehnen Beschlussvorschlag ab

​Vier Bewerbungen sind zum Stichtag Anfang September eingegangen. Wie schon in den Vorjahren sollte kürzlich der Bauausschuss nach einer erfolgten Vorberatung von Verwaltung und Westenergie den Preis vergeben. Doch es kam anderes. Die Lokalpolitiker lehnten den Beschlussvorschlag ab.

Der Preis wurde also nicht in der Sitzung vergeben. Dabei war nicht der auserkorene Platz eins das Problem. Dieser soll, da waren sich alle Fraktionen einig, wie von Verwaltung und Westenergie vorgeschlagen, an den St.-Johannes-Kindergarten gehen. Dort wird Klimaschutz im Kitaalltag gelebt.

Knackpunkt war die Verteilung der weiteren Plätze. In der Beschlussvorlage war der SV Heek für Platz zwei vorgesehen. Dieser plant, das Dach der derzeit im Bau befindlichen neuen Tribüne mit einer PV-Anlage auszustatten. Ein dritter Platz war nicht vorgesehen.

Amerikanische Gelbholzbäume

Das rief vor allem die SPD- und FDP-Fraktion sowie das Dinkelbündnis auf den Plan. Sie forderten nicht nur drei Plätze ein, sondern forcierten auch einen anderen Kandidaten auf Platz zwei. Alle drei sprachen sich für den Bewerber Klaus-Dieter Kauer aus, der auf seinem Grundstück drei Amerikanische Gelbholzbäume gepflanzt hat.

​Diese Baumart soll für Insekten und Vögel einen hohen Nutzwert haben. Die Bäume selbst können natürlich auch besichtigt werden und sollen ganz nebenbeimehrere Hundert Euro gekostet haben. Von diesen besonderen Bäumen profitieren auch die Bienenvölker auf dem Grundstück.

Diesen nachhaltigen, ökologischen Aspekt wollten die genannten drei Fraktionen mit Platz zwei beim Klimaschutzpreis gewürdigt sehen. Für den HSV hieße das dann Platz drei. Und die Preisgeldaufteilung? 500, 300 und 200 Euro.

Grünes Licht von Westenergie

Nur: Trägt der Energiedienstleister das alles mit? Klare Antwort: Ja. „Ich habe mit der Westenergie gesprochen. Sie folgen dem Votum des Ausschusses“, berichtet jetzt Heeks Klimaschutzmanager Johannes Hericks im Gespräch mit der Redaktion.

Alle Preisträger seien bereits informiert. Jetzt werden die Urkunden ausgestellt, die am 28. Oktober um 16 Uhr an einem noch abzustimmenden Ort übergeben werden sollen.

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