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Antonius-Kindergarten erkundet in Oellerichs Busch Wald und Tiere

Auf Entdeckungstour mit der Waldschule

Schöppingen-Gemen

14 Jungen und Mädchen tollen am Mittwochmorgen aufgeregt durch Oellerichs Busch in Gemen. Die einen stochern in einem morschen Baum, die nächsten bauen an einer Hütte aus Ästen und Zweigen und ein Teil der Gruppe ist mit großer Neugierde auf Entdeckungsjagd in der Tierwelt.

Mirko Heuping

Auf den alten Baumstümpfen ist genug Platz für alle Kinder des St.-Antonius-Kindergartens. Foto: Mirko Heuping

Die Jäger Uli Wissing und Christian Schulze Ameling sind mit der mobilen Waldschule der Kreisjägerschaft zu Gast beim St.-Antonius-Kindergarten. Die ausgestopften Tierpräparate, die sie mitgebracht haben, stehen schnell im Mittelpunkt des Interesses. Die Jäger verteilen sie zunächst im Wald, ehe sie mit Kleingruppen auf Entdeckungstour gehen. „Siehst du den Fuchs?“, fragt Schulze-Ameling die kleine Josina, die gerade durch ein Fernglas blickt. „Nur den Schwanz“ sagt sie und kichert. „Das ist die Lunte“, verbessert Schulze-Ameling.

Ansonsten überraschen die Kinder durch ihr Naturwissen. Ein Kaninchen von einem Hasen zu unterscheiden ist für sie genauso wenig ein Problem wie Fuchs, Auerhahn oder Elster zu erkennen. Etwas schwieriger ist es beim Eichelhäher, doch auch den erraten die Kinder dank kleiner Hinweise. „Der wird auch die Polizei des Waldes genannt, weil er die Tiere vor Menschen warnt“, erklärt Schulze Ameling. „Und vor wilden Tieren, die andere fressen wollen“, ergänzt eines der Mädchen.

Der kleine Nico interessiert sich hingegen viel mehr für einen riesigen alten Baumstumpf. „Schade, dass es heute nicht regnet. Das Holz muss morsch werden“, sagt er, während er mit einem Ast weiche Teile aus dem Stumpf herausbohrt.

„Daran arbeiten sich die Kinder schon seit Jahren ab“, sagt Kindergärtnerin Ines Tümmer. Zusammen mit Anja Knob beaufsichtigt sie die Kinder. „Viel Arbeit haben wir hier allerdings nicht, weil sich die Kinder im Wald alle gut selbst zu beschäftigen wissen“, sagt sie. „Wir wollen den Kindern natürlich auch die Natur näher bringen“, so Tümmer. Deswegen gehe man ein- bis zweimal im Jahr auch gerne mit den Jungen und Mädchen in den Busch. Mit Lupen und Lupengläschen ausgestattet können die Kinder schließlich einiges lernen.

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