Corona-Ausbruch

Boeser lässt Betrieb zwei Wochen ruhen

Schöppingen

wei Wochen lang lässt der Zerlegebetrieb Boeser seine Arbeit nach dem erneuten Corona-Ausbruch ruhen. Das erklärte Geschäftsführer Christian Boeser am Freitag. Zuvor waren 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

ZHinzu kamen zwei positive Fälle bei Mitarbeitern des angrenzenden Schlachthofs Tummel.

„Wir sind selbst davon überrascht worden“, sagte Christian Boeser. Es habe zuvor keine Auffälligkeiten gegeben. Wie der Geschäftsführer erklärte, würden die Mitarbeiter täglich Schnelltests unterzogen, hinzu kommt einmal in der Woche ein PCR-Test.

Die Bezirksregierung kontrolliere permanent das Hygienekonzept.

Monatelang keine Fälle

Bereits im Mai 2020 waren über 30 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auch damals ließ Boeser den Zerlegebetrieb zwei Wochen lang ruhen.

Nach dem damaligen Vorfall hat das Unternehmen nicht nur das Hygienekonzept angepasst, sondern auch Luftfilter in den Produktionshallen und in den Sozialräumen installiert. „Wir hatten monatelang keine Fälle“, so der Geschäftsführer. Vielleicht hänge es mit dem langen Wochenende und dem damit verbundenen Freizeitverhalten der Mitarbeiter zusammen, so Boeser.

Von den infizierten Mitarbeitern wohnen zehn in Schöppingen. 20 Kontaktpersonen, die meisten davon Familienangehörige, seien unter Quarantäne gestellt worden, so Fabian Wellers von der Gemeindeverwaltung. Alle in Schöppingen lebenden infizierten Mitarbeiter seien auch in der Vechtegemeinde gemeldet.

Nach dem Corona-Ausbruch im vergangenen Jahr hatte sich die Gemeinde die Wohnungen der Infizierten angeschaut. „Alle waren ordnungsgemäß“, sagte Wellers. In Schöppingen gebe es keine Massenunterkünfte, sondern die Mitarbeiter seien dezentral untergebracht.

Der Schlachthof Tummel ist vom Aussetzen Boesers nicht betroffen und arbeitet nach Angaben von Geschäftsführer Ralf Tummel weiter.

Startseite