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Brictiusschule muss bis Sommer 2026 erweitert werden

Die Planungen sind eröffnet

Schöppingen

Alle Kinder, die ab dem Schuljahr 2026/2027 eingeschult werden, haben ein Recht auf eine ganztägige Betreuung in der Grundschule. Klingt so, als ob bis dahin noch viel Zeit sei, sich auf die Situation einzustellen – ist es aber gar nicht.

Von Bernd Schäfer

Brictiusschule Planung Foto: Tenhündfeld Architekten

Planungsvorläufe, Anträge, Ausschreibungen und schließlich die Umsetzung nehmen viel Zeit in Anspruch.

Damit die Brictiusschule an ihrem Schöppinger Hauptstandort an der Wallstraße im Sommer 2026 die gesetzlichen Vorgaben erfüllen kann, muss die Gemeinde bereits jetzt die Weichen stellen und erste Schritte gehen. Einer davon war am Montagabend die Präsentation des Ahauser Architekturbüros Tenhündfeld im Schulausschuss, als Vorstufe zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie.

Schon jetzt besteht die Schule aus drei Bauabschnitten: Dem Ursprungsbau aus den 1950er Jahren sowie zwei Neubauten aus den 1990er Jahren und dem Jahr 2003. Dennoch wird der bislang zur Verfügung stehende Platz nach den Rechnungen der Architekten nicht ausreichen.

Zwei Varianten plus Erweiterungsoption

Um den erhöhten Raumbedarf abzudecken, stellte das Büro dem Schulausschuss zwei unterschiedliche Planungen vor. Die erste sieht einen Anbau zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Bolzplatz am südlichen Teil des Schulgeländes vor, parallel zum Ursprungsbau. Die Architekten bewerten diese Lösung allerdings selbst als ungünstig, da so der Schulhof verkleinert wird und mögliche spätere Erweiterungen erschwert würden.

Planung zwei sieht einen Neubau an der Wallstraße vor, der gleichzeitig als Raumkante und Begrenzung für eine Erweiterung des Schulhofs funktionieren könnte. In ihm könnten im Erdgeschoss die Mensa und im Obergeschoss die OGS untergebracht werden.

Diese Planungsvariante wird von den Architekten auch deshalb als gut bewertet, weil sie sich mit einer zukünftigen „großen Lösung“ vereinbaren lässt: Dem Abriss des Ursprungsbaus und eine Erweiterung im südlichen Teil.

Kosten bis zu 2,3 Millionen Euro

„Durch einen Anbau auf der südlichen Raumkante könnten die Schulverwaltung und auch die Unterrichtsbereiche neu und besser organisiert werden. Gleichzeitig entsteht die Möglichkeit durch den Rückbau des Ursprungsbaus an dieser Stelle eine große barrierefreie Schulhoffläche zu schaffen, die durch den Neubau der OGS eine gute räumliche Dimension im Zusammenspiel der Baukörper erhalten würde. Ganz nebenbei könnte die Eingangssituation deutlich verbessert werden und der Bolzplatz eine grüne Einfassung zur Kompensation der gefällten Bäume aus der ersten Baumaßnahme erhalten“, begründen die Planer ihre Favorisierung.

Die Kosten allein für den Bau der Mensa schätzt das Büro auf knapp eine Million Euro. Die Umsetzung der großen Lösung würde rund 2,3 Millionen Euro kosten.

Aus dem Ausschuss kam noch eine Idee für eine andere Variante: Einen Anbau wie im ersten Konzept, aber um ein Stockwerk erhöht, in dem auch die Mensa ohne einen Einzelbau untergebracht werden könnte. Auch diese Variante soll an Bauausschuss und Rat weitergegeben werden.

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