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Regierungspräsidentin übergibt das ZUE-Gelände an Bürgermeister Franz-Josef Franzbach

Feller dankt allen Schöppingern

Schöppingen

Sie war die älteste Einrichtung ihrer Art bei der Bezirksregierung Münster: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) Schöppingen. Zum Jahresende schließt die ZUE für immer ihre Tore. Regierungspräsidentin hat das Gelände offiziell übergeben.

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Regierungspräsidentin Dorothee Feller bedankte sich am Mittwoch während der Übergabe des ZUE-Geländes bei Bürgermeister Franz-Josef Franzbach für die lange und sehr gute Zusammenarbeit. Foto: Bezirksregierung Münster

Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat sich am Mittwoch bei Bürgermeister Franz-Josef Franzbach für die lange und gute Zusammenarbeit bei der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) bedankt. Offiziell schließt die ZUE am morgigen Freitag. Die letzten Bewohnerinnen und Bewohner sind aber bereits kurz vor Weihnachten in andere Einrichtungen verlegt worden.

Pandemiebedingt verzichteten die Bezirksregierung und die Gemeinde auf eine große Abschiedsfeier. Dorothee Feller nutzte die Gelegenheit, um sich auch bei den Mitarbeitern der Gemeinde Schöppingen, den Ratsmitgliedern sowie der gesamten Gemeinde für die Zusammenarbeit zu bedanken, heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung.

„Das enge und vertrauensvolle Zusammenwirken zwischen Gemeinde und Bezirksregierung war die Voraussetzung, dass Schöppingen für die vielen zeitweisen Bewohner der Startpunkt eines neuen Lebens in Sicherheit, Würde und Freiheit werden konnte. Die Bürger von Schöppingen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass für Tausende Familien aus unzähligen Ländern hier Heimat begann und sie sich bei uns willkommen gefühlt haben“, sagte Feller.

Die ZUE Schöppingen hatte 1992 ihren Betrieb aufgenommen und wurde zunächst durch die Bezirksregierung Arnsberg betrieben. 2016 übernahm die Bezirksregierung Münster die Verantwortung für die Landeseinrichtung. 2016 und 2019 war der Betrieb der ZUE jeweils verlängert worden.

Nachdem die Gemeinde das Gelände vor einiger Zeit gekauft hat, möchte die Gemeinde dort ein neues Baugebiet erschließen.

Bürgermeister Franzbach richtete seinen Dank auch an die vielen Menschen, die im Laufe der Jahre – teils von der Inbetriebnahme bis zur Schließung – in der ZUE tätig waren: „Die ZUE war fast 30 Jahre lang ein fester Bestandteil von Schöppingen. Die Mitarbeiter der Einrichtung und viele ehrenamtlich tätige Schöppinger haben sich in dieser Zeit mit hohem persönlichem Engagement gemeinsam um die Geflüchteten gekümmert, sie willkommen geheißen und ihre Integration in eine neue, unbekannte Umgebung maßgeblich unterstützt.“

Das Geschehen sei zum einen durch globale Entwicklungen wie den Anstieg der Flüchtlingszahlen 2015 oder aktuell die Corona-Pandemie, aber auch durch Einzelschicksale geprägt gewesen. Gleichzeitig gab es auch viele erfreuliche Ereignisse: die Freude über jede Geburt oder das Gefühl, schwer kranken oder traumatisierten Menschen nach belastenden Fluchterfahrungen zu neuen Perspektiven verholfen zu haben.

Schöppingen war die mit einer Betriebszeit von fast 30 Jahren älteste der bislang sechs ZUEn (weitere Einrichtungen gibt es in Dorsten, Ibbenbüren, Marl, Münster und Rheine), die die Bezirksregierung unterhält.

Derzeit besteht aufgrund der erneut ansteigenden Migrantenzahlen landesweit Bedarf an weiteren ZUEn. Im Regierungsbezirk Münster werden absehbar zwei weitere Einrichtungen benötigt, so die Bezirksregierung.

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