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Energiekrise

Gemeinde Schöppingen ergreift Sparmaßnahmen

Schöppingen

Schöppingen spart Energie. Die Gemeindeverwaltung geht mit gutem Beispiel voran und hat sich zahlreiche Maßnahmen überlegt, um die Ressourcen zu schonen und ökonomisch zu wirtschaften.

Unter anderem soll im Vechtebad Energie eingespart werden, wie Bürgermeister Franz-Josef Franzbach bestätigt hat. Foto: Klose

Hitze, Dürren, Starkregen: Die Folgen des Klimawandels sind weltweit spürbar. Seit Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine sind schwerwiegende Folgen hinzugekommen, betont die Gemeinde Schöppingen in einer Pressemitteilung.

Unter anderem seien die Energiekosten explodiert. Nicht nur die Bürger sind derzeit angehalten, Energie zu sparen. Auch die Kommunen müssen ihren Energieverbrauch drosseln.

„Die Lage ist ernst! Um eine Notlage zu verhindern, müssen wir jetzt schon Energie sparen – wir als Verwaltung müssen auf eine Mangellage vorbereitet zu sein und da werden wir uns als Kommune nicht ausschließen“, so Bürgermeister Franz-Josef Franzbach. Somit wurden in dieser Woche kurz- und mittelfristige Möglichkeiten des Energiesparens in der Verwaltung abgewogen und ein Maßnahmenpaket zusammengefasst, das zeitnah umgesetzt werden soll.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass bereits seit vielen Jahren Energie in der Gemeinde eingespart werde, vor allem durch energetische Sanierung kommunaler Gebäude. So werden beispielsweise das Rathaus, die Kulturhalle und auch das Künstlerdorf durch regenerative Energie aus Biomasse versorgt.

Das Vechtebad wird mit einem hocheffizienten Blockheizkraftwerk (BHKW) betrieben. Die dadurch erzeugte Wärme und der Strom werden zu 100 Prozent im Vechtebad verwendet.

Fassadenbeleuchtung bleibt aus

Als erste Sofortmaßnahmen wurde folgendes veranlasst: Weiter wird ab sofort trotz effizienter eingebauter LED-Technik die Fassadenbeleuchtung am alten Rathaus und an der Kulturhalle Kraftwerk abgeschaltet. Bereits in den nächsten Tagen werden die öffentlichen Zierbrunnen, am alten Rathaus, der Marienbrunnen und der Vechtesteine-Brunnen in Eggerode abgestellt.

Ebenso soll durch das Herabsenken der Wassertemperatur im Vechtebad um zwei Grad Energie eingespart werden. Der Haupteingang am Verwaltungsgebäude wird als Sparmaßnahme in der Dunkelheit nicht mehr beleuchtet.

Es wird geprüft, ob die Lüftungsanlagen in den vorhandenen Archivräumen des Rathauses abgeschaltet, beziehungsweise die Einstellung energetisch optimiert werden kann. Bei der Vielfalt der einzelnen Maßnahmen wird davon ausgegangen, dass bis zu 15 Prozent Energie eingespart werden kann.

Gemeinde muss zusammenhalten

Die Bitte des Bürgermeisters ist, dass die Schöppinger zusammenhalten. „Private Haushalte und die Wirtschaft müssen ebenfalls sinnvolle Maßnahmen ergreifen und umsetzen. Es würde nichts bringen, wenn nur die Verwaltung sich müht und alle anderen würden so weiterleben wie bisher. Die Energiekrise können wir nur gemeinsam meistern!“ so das Statement des Bürgermeisters.

Weitere Einsparmaßnahmen zum Energieverbrauch würden kritisch hinterfragt, um Bereiche zu identifizieren, in denen Anpassungsmaßnahmen möglich und nötig sind, heißt es abschließend.

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