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Josef Berghaus klärt Mysterium

Graue Streifen an Windrädern

Schöppingen

Was hat es mit dem „neuen Design“ der Windkraftanlagen zwischen Schöppingen und Heek auf sich? Wir haben beim Geschäftsführer des Bürgerwindparks nachgefragt.

Von Nicole Rogozinski

Josef Berghaus vom Bürgerwindpark Schöppingen-Strönfeld erklärt, was es mit den grauen Flecken an den Windkraftanlagen auf sich hat. Foto: Rogozinski

Was hat es mit dem „neuen Design“ der Windkraftanlagen zwischen Schöppingen und Heek auf sich? Wir haben beim Geschäftsführer des Bürgerwindparks nachgefragt. Dicke, graue Ringe an den Masten der Windkraftanlagen zwischen Schöppingen und Heek sind aktuell schon von weitem sichtbar. Was hat es damit auf sich? Sind die Windräder beschädigt? Drohen ähnliche Arbeiten wie vor ein paar Jahren bei den Anlagen in Quantwick? Dort mussten die Übergänge von Beton- zu Stahlringen an den Masten aufwendig verstärkt werden, weil sie brüchig wurden. Unsere Redaktion hat nachgefragt: Und zwar bei Josef Berghaus, Geschäftsführer des Bürgerwindparks Schöppingen-Strönfeld. Der atmet am Telefon erst einmal laut hörbar durch. Die Frage sei ihm bereits mehrfach gestellt worden, erklärt er amüsiert.

Und er will Anwohner und Autofahrer direkt beruhigen: Nein, einsturzgefährdet seien die Windkraftanlagen natürlich nicht. Es handelt sich nur um oberflächliche Schäden im Lack. Der war bei den 159 Meter hohen Anlagen an mehreren Stellen abgeplatzt. Die waren erst Mitte und Ende 2019 in Betrieb gegangen.

„Auf den Betrieb hat das zum Glück keine Auswirkungen“, sagt der Geschäftsführer. Dennoch steht eine umfangreiche Sanierung an: Denn in so großer Höhe wird auch ein „einfacher“ Anstrich schnell zu einer riesigen Aufgabe. Josef Berghaus gibt zu, dass er selbst überrascht sei, wie lange sich solche Dinge hinziehen können. Zunächst musste der alte Lack entfernt und eine neue Grundierung aufgetragen werden. Bis der neue Decklack aufgetragen wird, dauert es aber noch eine Weile: Denn selbst die Auswahl des Farbtons nimmt aktuell noch etwas Zeit in Anspruch.

Wie Josef Berghaus erklärt, seien damit aktuell noch etliche Mitarbeiter der Herstellerfirma Enercon in Aurich beschäftigt. Schließlich sollen die Anlagen ein einheitliches Bild abgeben. Josef Berghaus sieht die Verzögerung gelassen: Schließlich trägt Enercon auch die Kosten für die Sanierung. Sie unterliegt der Garantie.

Er hofft dennoch, dass die nächsten Arbeitsschritte binnen der kommenden 14 Tage abgeschlossen werden können. Bevor das Wetter zu schlecht wird. Aktuell wird die Grundierung aufgetragen. Im Herbst und Winter müssen die Arbeiten wegen der unsicheren Witterungsbedingungen dann ohnehin ruhen. Sie werden erst im Frühjahr 2023 abgeschlossen.

Der Betrieb der Anlagen sei in jedem Fall gesichert: „Die fünf Windräder können weiterlaufen und Strom für rund zwanzigtausend Haushalte produzieren“, sagt Josef Berghaus mit Blick auf die aktuelle Energiekrise.

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