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Kranzniederlegung auf dem St.-Brictius-Kirchplatz

„Grenzen sind Visitenkarten der Gesellschaft“

Schöppingen

In der Gedenkstunde zum Volkstrauertag gedachten am vergangenen Sonntag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit zahlreichen Vereinsabordnungen der unzähligen Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Ingo Ochtrup Foto: Gemeinde Schöppingen

In seiner Gedenkrede blickte Ingo Ochtrup, Einrichtungsleiter von European Homecare in der ZUE Schöppingen, auf über 75 Jahre Frieden in Deutschland zurück. In dieser Zeit sei in Deutschland und Europa viel Positives geschehen. Er zitierte Gerald Knaus und fragte „Welche Grenzen brauchen wir?“ Die Realität zeige, dass jeden Tag Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sterben, auch an den Außengrenzen der EU. Die Grenzen seien dabei Visitenkarten unserer Gesellschaft und ihrer Werte, so Ochtrup. „Ein positives Bespiel dieser Visitenkarte existiert seit 30 Jahren in Schöppingen. Die Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge oben auf dem Berg hat in knapp 30 Jahren über 200 000 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern dieser Welt aufgenommen und ihnen zeitweise ein neues zu Hause gegeben“, sagte Ingo Ochtrup. „30 Jahre ZUE Schöppingen sind ein Zeitstrahl der Kriege und Auseinandersetzungen unserer Welt.“

Die Kranzniederlegung auf dem Kirchplatz der St. Brictius-Kirche erfolgte anschließend von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Schülerinnen der Jahrgangsstufe Zehn der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen trugen einen Text vor. Musikalisch wurde die Gedenkstunde von der Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr begleitet.

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