1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Schoeppingen
  6. >
  7. Grenzgänger exklusiv

  8. >

Bluesfestival unter dem Motto „Crossover“

Grenzgänger exklusiv

Schöppingen

In den Vierzigern wurde in den USA noch sehr genau unterschieden: Gehört ein Musiktitel ins Genre des weißen Country und Western? Oder ist er dem schwarzen Rhythm and Blues zuzuschreiben? Eine Trennung, die heute zum Glück längst überwunden ist. Und so gibt es inzwischen viele „Grenzgänger“ unter den Musikern.

Anne Alichmann

Wahnsinnig viel Energie: „Baba Jack“ begeisterte schon 2013 das Publikum beim Bluesfestival. Dieses Jahr sind die Musiker wieder mit dabei. Foto: Hartmut Springer

Einige von ihnen werden an Pfingsten beim Bluesfestival in Schöppingen zu hören sein – denn das steht dieses Mal unter dem Motto „Crossover“.

„In den letzten Jahren hatten wir viele Künstler hier, die nicht den klassischen Blues machen, sondern eher in den Randbereichen unterwegs sind“, berichtet Richard Hölscher vom Kulturring. Das sei bei den Leuten unheimlich gut angekommen – und so sei der Entschluss gereift, das diesjährige Programm ganz dem Genre-Mix zu widmen.

Ungezählte Stunden hat Hölscher damit zugebracht, das Programm zusammenzustellen. Über ein Jahr hat er recherchiert, telefoniert, Mails geschrieben. Nun hat er elf Zusagen von Wunschkandidaten im Postkasten. „Eine tolle Mischung“, wie er verspricht. Wieder einmal sind einige Musiker und Bands dabei, die noch nie in Deutschland, gar in Europa aufgetreten sind – Künstler, die noch echte Geheimtipps sind oder aber in der Szene schon kräftig gefeiert werden. Die meisten kommen aus den USA, aber auch aus Australien, England, und sogar aus dem afrikanischen Mali reisen die Bands an. Und das Faszinierende: „Sie alle haben fast nichts gemeinsam“, erklärt Richard Hölscher und ergänzt: „Aber es ist ja so, dass der Blues die Mutter jeder Musik ist.“ Also dürfte auch für eingefleischte Blues-Fans etwas Spannendes dabei sein.

Richard Hölscher hat indes die schwierige Aufgabe, die Künstler auf die zwei Festivaltage zu verteilen und eine Reihenfolge festzulegen. „Jede Band, jeder Musiker ist für sich ein Kracher, eine echte Bank.“ Einen richtigen „Headliner“ gebe es daher auch gar nicht. Hölscher: „Das Gesamtkonzept ist der Höhepunkt.“

Zwei-Tages-Tickets gibt es ab sofort im Vorverkauf. Sie kosten 58 Euro und sind auf der Homepage des Kulturrings zu bestellen.

Zum Thema

Die Westfälischen Nachrichten werden die Musiker wieder in loser Reihenfolge vorstellen.

Startseite