Gisela Bertmaring geht in Ruhestand

Herzlichkeit ist größtes Geschenk

Schöppingen

So Mitarbeiter wünscht sich jeder Arbeitgeber. Abends anrufen und schon schmeißt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter seinen privaten Zeitplan über den Haufen und erscheint am nächsten Morgen außerplanmäßig bei der Arbeit. So eine Mitarbeiterin ist Gisela Bertmaring gewesen. Am Freitag verabschiedete sich die Kinderpflegerin des St.-Antonius-Kindergartens Gemen in den Ruhestand.

wn

Zwei Kissen für das Wohnmobil haben die Mädchen und Jungen des St.-Antonius-Kindergartens gestaltet und Gisela Bertmaring geschenkt. Foto: Rupert Joemann

„Du hast uns immer wieder aus der Bredouille geholfen“, sankt Kita-Leiterin Renate Pöpping der 62-Jährigen. Immer wenn es Personalnot gegeben habe, sei sie eingesprungen. „Dafür sind wir dir sehr dankbar.“

Für Gisela Bertmaring, die offiziell nur zwei Nachmittage im Einsatz war, war das kein Thema. „Die Herzlichkeit der Kinder“ empfand die Darfelderin immer als größtes Geschenk.

Es ist ihr zweiter Abschied aus Gemen. Schon 2016 verabschiedete sie sich, nachdem sie in Gemen ausgeholfen hatte. Doch vier Wochen später stand sie wieder auf der Matte.

Das Springen von einem zum anderen Kindergarten war sie in den vergangenen 18 Jahren bei der Kirchengemeinde St. Bricitus gewohnt. Sie arbeitete in den Kindergärten St. Brictius, St. Antonius, St. Nikolaus und auch im geschlossenen St.-Elisabeth-Kindergarten.

„Ich habe das unheimlich gerne gemacht. Ich habe den Wechsel nie als negativ empfunden, immer positiv.“ Die Mutter dreier Kinder betont, dass sie überall gut aufgenommen worden sei.

Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie will mit ihrem Mann Heribert, dem ehemaligen Schöppinger Bezirksbeamten, das Wohnmobil häufiger nutzen. Als erstes ist eine Tour nach Masuren (Polen) vorgesehen. Aber zunächst steht eine Reise nach Alaska an – zur Hochzeit ihres Sohnes.

Startseite