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Sekundarschule Horstmar-Schöppingen

Projektwoche: Zur Abschreckung prügeln

Schöppingen

Einige Siebtklässler drehen im Rahmen der Projektwoche in der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen einen Film über Cybermobbing. Aber der Film ist nur eins von zahlreichen Projekten, die sich je nach Jahrgangsstufe in dieser Woche mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen.

Rupert Joemann

Alles im Blick hat Daniel Elkemann (o.r.) beim Videodreh. Schicke Kräuterbeete bastelten (v.l.) Nourhan Sadik, Svea Bußkamp und Helena Stermann. Foto: Rupert Joemann

Hannes Gehling wälzt sich auf dem Boden. Die Hände hält er vor dem Gesicht. Er ist von Mitschülern geschlagen und getreten worden. „Ich hab‘ total Schiss, dass die wiederkommen“, sagt er. Steffi Köhler greift ein.

„Können wir das noch einmal machen? Das war super“, sagt die Cutterin, die sonst für den WDR arbeitet. Die Szene ist natürlich nur gespielt. Einige Siebtklässler drehen im Rahmen der Projektwoche in der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen einen Film über Cybermobbing.

„Ich habe Interesse am Filmen“, begründet Emely Nacke, warum sie sich für den Cybermobbing-Film gemeldet hat. Toll findet sie, dass sie das Material selbst schneiden dürfen. Dabei hilft Steffi Köhler. Neben den szenischen Sequenzen dreht das Team auch noch ein Interview und die An- beziehungsweise Abmoderation.

Der Film ist nur eins von zahlreichen Projekten, die sich je nach Jahrgangsstufe in dieser Woche mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen. Bei einem Projekt nehmen die Schüler mithilfe eines Profis ein Musikvideo auf. Es geht um ein Anti-Raucher-Lied: „Fluppen-Schnippser“. Den Text für den Rap haben sich die Achtklässler Elias Robert, Alexander Schmitz und Luca Frieling ausgedacht. Die drei sitzen still hinten im Klassenraum. Vorne spielen zwei Jungen E-Gitarre und einer Schlagzeug. Alles wird mit der Videokamera aufgenommen.

Die drei Achtklässler haben sich bewusst für Deutsch als Textsprache entschieden. „Mit Deutsch kann man sich am besten ausdrücken“, findet Elias Robert. Er sammelt seine Texte, um zu schauen, „wie ich mich weiterentwickelt habe“. Je mehr man schreibt, um so mehr entwickelt man sich, ist Alexander Schmitz überzeugt. Mit ihrem Rap-Song „Fluppen-Schnippser“ nehmen die Sekundarschüler am Wettbewerb der Landesinitiative Leben ohne Qualm teil.

Etwas völlig Neues aus Altem stellen Teilnehmer der Projekt-Gruppe Upcycling her. Dabei werden Abfallprodukte in neuwertige Sachen umgewandelt. Eddy Hessmann bastelt aus einem Schuhkarton einen Angelständer. Simon Niehoff und Robin Dreckmann werten jeweils eine alte Plastikflasche zu einer schicken Spardose auf. Zunächst lackieren sie die Flasche in einem pinken Ton, dann wird der Lack mit einem Fön getrocknet und schließlich sorgt ein Schlitz dafür, dass Geld eingeworfen werden kann. „Ich wollte mal neue Sachen ausprobieren“, erzählt Simon Niehoff. Das ist ihm gelungen.

Etwas ausprobieren will auch Helena Stermann, deshalb nimmt sie am Kräuterbeet-Projekt teil. Am Ende präsentieren sie aus Paletten hergestelltes Kräuterbeet. Doch das ist nur das sichtbare Ergebnis. Bei allen Projekten beschäftigen sich die Schüler mit Themen-Hintergründen, um so einen besseren Einblick zu bekommen.

Die Neuntklässler haben Rassismus als Hauptthema. Sie besprechen zum Beispiel den Roman „Angst sollt ihr haben“ von Manfred Theisen. Es zeigt auf, wohin Demagogie mit Gewaltbereitschaft führen kann. Rechter Hass und Radikalisierung sind aktuelle Themen.

Die Achtklässler können beim Sport-Projekt unterschiedliche Sportarten ausprobieren, von Handball, Tennis, Reiten, Schwimmen und Tauchen bis hin zum Bogenschießen. Und heute geht‘s zum Abschluss der Projektwoche zur Eissporthalle. Die Landfrauen servierten am Mittwoch und Donnerstag passend ein gesundes Frühstück.

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