„Moormädchen“ spielt in Münster

Wiljo Krechting veröffentlicht seinen neuen Thriller

Schöppingen

Für Wiljo Krechting ist es eine Art schriftstellerische Rückkehr in die Heimat. Der gebürtige Schöppinger, der unter dem Pseudonym W. J. Krefting Thriller veröffentlicht, lässt die Geschichte seines neuesten Buchs „Moormädchen“ hauptsächlich in seinem aktuellen Wohnort Münster spielen.

Von Rupert Joemannund

Der gebürtige Schöppinger Wiljo Krechting präsentiert unter der Torminbrücke am Aasee in Münster sein neues Buch „Moormädchen“. Den an genau der Stelle wird die erste Leiche gefunden. Foto: privat

Doch Krechting, im Hauptberuf Pressesprecher der Shopware AG, blickt auch über die Stadtgrenzen der Domstadt hinaus. So lässt er eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen zu Wort kommen: Annette von Droste-Hülshoff.

Während der LKA-Ermittler Alexander Hoorn durch die fiktive Ausstellung „Moore und Moorleichen“ des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe geht, ertönt aus den Lautsprechern Droste-Hülshoffs Gedicht „Der Knabe im Moor“: O schaurig ist’s über’s Moor zu gehn. Die Entscheidung für die Dichterin des 19. Jahrhunderts sei auch eine Reverenz an Annette von Droste-Hülshoff, so der Hobby-Schriftsteller.

Testleser schaut sich nach potenziellen Mördern um

Krechting legt aber auch bei seinen örtlichen Beschreibungen Wert auf Genauigkeit. Ein Testleser aus Münster-Gremmendorf, wo eine spannende Szene spielt, habe sich bei ihm dafür bedankt, dass er jetzt auf dem Waldweg spazieren gehe und sich stets zweimal umschaue, ob keine Mörder hinter ihm seien.

„Moore sind prägend fürs Münsterland“, nennt Wiljo Krechting als Hauptgrund, warum er seine Handlung rund um Moorgebiete spielen lässt. Fragen wie, aus welcher Zeit die Moorleichen stammen und ob die Menschen einem Verbrechen zum Opfer gefallen waren, haben ihn inspiriert, so der 39-Jährige.

Das dramatische Ende des Buchs spielt im Recker Moor. „Das ist aus Münster noch schnell zu erreichen“, begründet Krechting die Auswahl.

25 000 verkaufte Exemplare

Der gebürtige Schöppinger hofft, mit seinem neuen Thriller vielleicht einen ähnlichen Erfolg zu landen, wie mit „Kindsmörder“, dem ersten Fall des LKA-Beamten Alexander Hoorn. Rund 25 000 Mal ist das Buch verkauft worden. „95 bis 98 Prozent davon als E-Book“, sagt Krechting. Das „Moormädchen“ ist sein mittlerweile 13 Thriller.

Erste Ideen für das 14. Buch hat Krechting auch schon. Fest steht, dass der kommende Thriller im Sauerland spielen wird. Schließlich will er Alexander Hoorn in allen Teilen Nordrhein-Westfalens ermitteln lassen.

Wiljo Krechting

Sein erstes Buch, „Am siebten Tage sollst du sterben“, werde auch nach acht Jahren noch verkauft, so der 39-Jährige. Doch die höchsten Verkaufszahlen werden bei Thrillern in der Regel in den ersten drei Monaten erzielt. „Thriller sind das beliebteste Genre und nachhaltig verkaufsstark.“ Demgegenüber fänden Liebesromane anfangs einen hohen Zuspruch, fielen dann aber stark ab. Hingegen bräuchten Fantasy-Geschichten eine längere Zeit, um in der Gunst der Leser anzuziehen. Selbstverständlich, so Krechting, gebe es immer Ausnahmen.

W. J. Krefting: Moormädchen, Taschenbuch, 266 Seiten, ISBN-13: 979-8509965401, E-Book (Kindle-Ausgabe): 0,99 Euro, Taschenbuch: 9,99 Euro. Schöppinger, die das Taschenbuch haben möchten, können sich direkt per E-Mail (wjkrefting@web.de) an den Autor wenden.

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