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Ungleiche Bezahlung

69 Tage haben Frauen umsonst gearbeitet

Ascheberg

Heute (10. März) ist Equal Pay Day, ein internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern.

wn

Gleichstellungsbeauftragte Miriam Lepper und Vertreterin Simone Struckamp machen auf den Aktionstag aufmerksam. Foto: Böhnisch/Gemeinde

Heute (10. März) ist Equal Pay Day, ein internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Darauf machen die Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Ascheberg, Miriam Lepper und ihre Vertreterin Simone Struckamp aufmerksam. Bürgermeister Thomas Stohldreier unterstützt ihr Anliegen: „In einigen Branchen ist die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern leider immer noch nicht selbstverständlich. Daher müssen wir gemeinsam darauf hinweisen, damit wir als Gesellschaft in Zukunft besser werden.“

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut des Statistischen Bundesamts aktuell in Deutschland 19 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 69 Tage (19 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen. Der Equal Pay Day steht für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. In der Rente steigt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen deutlicher. „Um gleiche Chancen am Arbeitsmarkt zu haben, ist die partnerschaftliche Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Care-Arbeit eine wichtige Grundlage“, erklärt Miriam Lepper.

Ein Teil der Lohnlücke lasse sich auf strukturelle Unterschiede zurückführen: Viele Frauen erlernen Berufe, die schlechter bezahlt sind, arbeiten seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. Ohne solche Faktoren ergebe sich in Deutschland immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent.

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