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„Tanz in den Mai“ fällt erneut aus

Absage tut richtig weh

Ascheberg

Der Kolping-Spielmannszug hat schweren Herzens den „Tanz in den Mai! abgesagt. Für die gemeinschaftlich getroffene Entscheidung gibt es gleich mehrere Gründe.

Riesenanklang fand stets der „Tanz in den Mai“. In diesem Jahr fällt die Traditionsveranstaltung erneut aus. Foto: Kolping-Spielmannszug

Die Mitglieder des Kolping-Spielmannszuges trafen sich am vergangenen Dienstag zu einer außerordentlichen Generalversammlung, um über den „Tanz in den Mai“ zu beraten. Das Pandemiegeschehen, der Krieg in der Ukraine sowie steigende Kosten und Anforderungen zwingen die Spielleute zur Verschiebung der Veranstaltung auf 2023, heißt es in einer Pressenotiz. Der Entschluss wurde gemeinschaftlich getroffen, sorgte aber dennoch für viele enttäuschte Gesichter am Ende des Abends.

Ungewisse Entwicklung

„Wir erleben gerade sehr unsichere und turbulente Zeiten. Uns fehlt die nötige Planungssicherheit für eine Veranstaltung dieser Größenordnung“, erklärt Vorsitzender Torsten Hohenhövel.

Die ungewisse Entwicklung der Corona-Pandemie sei ein entscheidender Faktor für die Verlegung. Auch wenn bald wieder Veranstaltungen möglich sind, bleibt noch unklar, wie der Zuspruch der Besucher ausfällt oder welche Auflagen als Veranstalter zu erfüllen sind.

Die ersten Angebote und Planung zeigen außerdem, dass die Spielleute mit deutlich gestiegenen Fixkosten und erhöhten Anforderungen konfrontiert werden.

Den Beteiligten ist bewusst, dass der Tanz in den Mai immer nur als Gemeinschaftsleistung funktioniert, heißt es weiter. Es bleibe jedoch fraglich, wie der Spielmannszug die wirtschaftlichen und personellen Herausforderungen in diesem Jahr stemmen kann. „Allein das 450 Quadratmeter große Festzelt wird jedes Jahr nur für einen Abend aufgebaut. Das muss man schon genau kalkulieren“, so Vorstandsmitglied Ralf Geismann.

Ausblick auf 2023

Dass die finale Entscheidung bereits jetzt gefällt wurde, begründet der Verein mit dem notwendigen Vorlauf für die Organisation. Mögliche Buchungen und Verträge mit Dienstleistern und Partnern hätten in den nächsten Tagen abgeschlossen werden müssen.

Der Spielmannszug betont, dass der erneute Ausfall alles andere als leicht fällt. Dennoch blicken die Mitglieder hoffnungsvoll auf das nächste Jahr und sind fest entschlossen, die Traditionsveranstaltung von Aschebergern für Ascheberger 2023 wieder aufleben zu lassen.

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