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Letzter Vereinseinsatz vor OGS-Übernahme

Abschiedstournee für ÜBM-Ferienkinder

Ascheberg

Die Abschiedstournee läuft noch eine Woche, dann ist der Einsatz des Vereins für Übermittagsbetreuung an der Lambertusschule Ascheberg Geschichte. Die Mitarbeiterinnen sprechen von Wehmut und haben Fragen.

In den Sommerferien werden die Kinder zu Baumeistern, hier der Probelauf einer Murmelbahn. Foto: Theo Heitbaum

„Ein bisschen Wehmut ist dabei. Ich mache das schließlich schon 20 Jahre.“ Birgit Strangmann ist mit der Abschiedsstimmung nicht allein. In den ersten drei Ferienwochen werden an der Lambertusschule Ascheberg zum letzten Mal Ferienkinder von Mitarbeiterinnen des Vereins für Übermittagsbetreuung von morgens bis abends betreut. Zum neuen Schuljahr startet die Offene Ganztagsschule (OGS). Dort geht es für die Mitarbeiterinnen weiter. Wobei sich für Hildegard Pelster etwas ändert. Die Köchin wird im nächsten Schuljahr nicht mehr selbst am Kochtopf stehen, sondern in der Küche Essen ausgeben, das ein Catering-Team anliefert. Für sie wird es ein doppelter Abschied – vom Arbeitgeber und von der bisherigen Aufgabe. Aber sie bleiben im Boot. „Klar mache ich weiter“, erklärt etwa Dagmar Stüdemann. Sie ist im Schuljahr in Davensberg aktiv. Wie genau es mit neuem Träger und verändertem System weitergeht, weiß sie noch nicht: „Darüber gab es keine Informationen.“

Corona verhindert Ausflugsfahrten

In den ersten drei Ferienwochen ist die ÜBM schon seit Jahren für die Familien in der Gemeinde da. Auch dieses Jahr wird das Betreuungsangebot wieder von Kindern aus Ascheberg, Davensberg und Herbern angenommen. Und obwohl etwas zu Ende geht, betätigen die Kinder sich als Baumeister und Konstrukteure. Sie lassen Neues entstehen. „Gerne würden wir zu den Baustellen im Dorf gehen, aber das Wetter ist bisher nicht auf unserer Seite“, erklärt Stüdemann. Der Außenbereich zwischen Atrium und Räumen kann wegen des Wetters ebenfalls nicht auf die gewünschte Weise genutzt werden.

Bewegungsfreudige Kinder nehmen beim Brennball auch Hindernisse. Foto: Theo Heitbaum

Das Team bietet dennoch die Möglichkeit, Vorlieben auszuleben. Wer es ruhig liebt, der war gestern Morgen beispielsweise mit dem Bau von Murmelbahnen aus Müll beschäftigt. Kinder mit einem höheren Bewegungsdrang spielten in der Turnhalle Brennball. Wobei die Gejagten nicht einfach geradeaus laufen mussten, sondern auch Hindernisse zu überwinden waren. Auf Ausflüge, sonst traditionell mittwochs im Programm, wird wegen der Corona-Pandemie verzichtet. Das Betreuungsangebot ist aber unverzichtbar, wie die Zahlen zeigen: In der ersten Woche waren knapp 35 Kinder da, diese Woche sind es 30, nächste Woche dann 20. Wie immer ist zur Ferienmitte hin der Bedarf geringer.

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