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Bürgerbusverein begrüßt neue Fahrer

Aktionstag soll ans Steuer locken

Ascheberg

Der Bürgerbusverein Ascheberg freut sich über ein neues Fahrertrio. Er wünscht sich aber noch mehr Menschen, die sich hinters Steuer setzen und plant dafür einen Aktionstag.

Von Theo Heitbaum

Die neuen Leute am Bürgerbussteuer, Ronald Stein, Heidrun Wienkötter und Hermann-Josef Bergmann, wurden von Jan Jungeilges (l.) sowie Joseph Streyl (r.) begrüßt und ausgestattet. Foto: Theo Heitbaum

Ronald Stein ist vom Fröndenberg ins Münsterland gezogen. In Drensteinfurt vermisste der Mann, der als Vertriebler jedes Jahr 40 000 Kilometer unterwegs war, einen Bürgerbus. Drei Jahre hatte er in seiner alten Heimat für Mobilität gesorgt und „viel Spaß mit den Menschen gehabt“. Darauf nach dem Umzug zur Tochter verzichten, wollte Stein nicht. Deswegen geht er einem seiner ehrenamtlichen Hobbys nun in Ascheberg nach. Der Bürgerbusverein stellte ihn gestern als einen von drei neuen Leuten am Steuer vor. Gleichzeitig warb Vorsitzender Joseph Streyl für den Platz am Steuer, der weiteren Interessenten mit einem Aktionstag schmackhaft gemacht werden soll.

Hermann-Josef Bergmann, Heimatfreund, Fotograf und Internetpionier aus Davensberg, ist durch einen Flyer auf den Bürgerbus aufmerksam geworden. „Meine Frau hat sofort gesagt, das wäre etwas für mich“, berichtet Bergmann, der nach 45 Jahren Berufsleben eine neue Aufgabe suchte. Mit den beiden Männern wurde auch Heidi Wienkötter aus Herbern vom Vorsitzenden Streyl und von Jan Jungeilges mit den Bürgerbus-Utensilien ausgestattet. Sie absolvierte gestern Nachmittag ihre Jungfernfahrt. Mit dem Bürgerbus war sie vorher nur einmal gefahren: „Ich bin eine Runde mitgefahren, um zu sehen, wo es her geht“, erklärt die Herbernerin, die normalerweise im Dorf mit dem Fahrrad unterwegs ist, aber „ich will meine Zeit sinnvoll nutzen und etwas Gutes tun“.

Der Bürgerbusverein hat in den 15 Jahren seiner Existenz den Fahrerpool so gestaltet, dass jeder Ehrenamtlich zwei Mal im Monat wahlweise am Vor- oder Nachmittag eine Runde durch die Gemeinde dreht. Das schätzen viele Fahrer an der Aufgabe: Man wird nicht überfordert, die Einsätze sind überschaubar und die Freizeit kann frei geplant werden. Da der Verein nach der Corona-Pandemie die Zahl der Einsätze nicht erhöhen will, sucht er weitere Fahrer. Dazu wird es am 30. Oktober (Samstag) von 14 bis 17 Uhr einen Aktionstag auf dem Gelände des Ascheberger Bauhofes geben. „Zwei Bürgerbusse stehen an dem Tag zum Anfassen und Kennenlernen zur Verfügung“, berichtet Vorsitzender Streyl. Wer möchte, kann in Begleitung von ehrenamtlichen Fahrerinnen oder Fahrern mit dem Bürgerbus eine Runde drehen. „Helfen Sie gerne mit, die erreichte Mobilität zu erhalten und zu fördern“, lädt Streyl ein. Zu den Informationen wird es auch eine Tasse Kaffee und Kuchen geben, informiert der Verein.

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